Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken +
Manipulation im Nahostkonflikt
Die Hasbara Abteilungen
Gesteuerte
Realitäten
- Oliver Eberhardt
- Wie im israelisch-palästinensischen
Konflikt versucht wird, Einfluss auf die
Berichterstattung zu nehmen - Bilder, sagt
man, sind eine Waffe. Sie sind es, weil
sie Meinung bilden, in der internationalen
Arena; Meinung, die gebraucht wird, um in
Zeiten der Krise zwischen A und B die internationale
Unterstützung zu bekommen, die gebraucht
wird, um das Maximum für die eigene Seite
heraus zu holen. Und weil Bilder und Berichte
- auch Text vermittelt in gewisser Weise
Bilder - in Zeiten von Massenmedien und
öffentlichem Druck viel zu wichtig sind,
um sie dem Zufall zu überlassen, wird inszeniert,
wo es nur geht, und das oft so, dass es
für Journalisten schwer ist, heraus zu finden,
wem genau sie da gerade folgen >>>
«Brauchen
Sie eine Idee für eine Geschichte?»-
Journalistische Erfahrungen in Israel und
den besetzten Gebieten -
Wer als
Journalist aus den Konfliktzonen in Palästina
berichten will, bewegt sich ständig auf
heiklem Gelände. Was dies konkret bedeutet,
schildert im Folgenden Karin Wenger.
Aktuelles 5
Wie David Cronin auf
electronic intifada berichtet,
soll eine von Israel angeheuerte
PR-Agentur helfen den Weg für Israels
weiteres Vorrücken in die EU zu
ebnen. -
Institut für Palästinakunde - Obwohl
Israel die Bǘrger- und Menschenrechte
der Palästinsenser mit Füssen tritt,
ist es ihm bereits unter anderem
gelungen Mitglied der OECD und assoziiertes
Mitglied des CERN zu werden. Von
besonderem Interesse ist für Israel
zur Zeit die Aktivierung des
ACAA-Protokolls , was es Israel
sehr viel leichter machen würde
seine Waren in der EU abzusetzen.
Bitte lesen Sie
hier
weiter.
Ergänzende Links:
Israel hires lobby firm to win Euro-MPs’
backing for trade deal (ei)
Europol will mehr Datentausch mit
Israel (tp)
8.3.2012 -
und
Studenten sollen lernen, wie man dagegen
vorgehen kann.
Das meint Eli Avraham, Professor für
Kommunikationswissenschaften an der
Universität Haifa. Nun möchte er in einem
Seminar Studenten Hilfsmittel und
Hintergrundwissen vermitteln, um gegen
anti-israelische Berichterstattung
vorzugehen. Es sei notwendig, auf die
"Epidemie" anti-israelischer
Berichterstattung zu antworten, sagte
Avraham laut der Tageszeitung "Jerusalem
Post". Wie das möglich ist, sollen Studenten
im kommenden Frühlingssemester im Seminar "Ambassador
Online" (Deutsch: "Botschafter Online")
lernen. >>>
3.2.2012 -
Israel: Meinungsmache als
Studentenjob? - 2.000 Euro
pro Jahr: Die
Studentenorganisation
National Union of Israeli
Students sucht Stipendiaten .
Als Gegenleistung werden
pro-israelische Kommentare
im Netz erwartet. - Am
Dienstag legten israelische
Hacker die Börse in Riad
lahm – ein Vergeltungsschlag
für einen Cyberangriff
saudischer Gegenspieler vom
Vortag. Der digitale Kampf
im Netz tobt und Israel
sieht sich im Netz zunehmend
in die Enge gedrängt. Da
wirkt der Bericht des
palästinensischen Bloggers
Ali Abunmah irgendwie
stimmig: Er veröffentlichte
Anfang des Monats ein
Dokument einer israelischen
Studentenorganisation, das
angeblich ein Stipendium für
pro-israelische
Online-Propaganda
ausschreibt. Werden
Studenten etwa bezahlt, um
Israels Standpunkt im Netz
zu verteidigen? >>>
17.1.2012 -
Videobericht - Mit
Verordnungen gegen unliebsame Berichte -
Israels Regierung setzt kritische Medien
unter Druck
- Israel betont gerne stolz, die einzige
Demokratie im Nahen Osten zu sein. Mit der
zur Demokratie gehördenden Pressefreiheit
hat Israels Regierung aber mitunter ein
Problem. Eine neue Verordnung soll es
Politikern erleichtern, gegen unliebsame
Berichte vorzugehen. Kritischen Medien wird
Geld entzogen. >>>
3.1.2011
- Mahnwache
gegen den "Israeltag" für Bremer
Schulen - Mit einer
Mahnwache protestierten am 21.
November verschiedene, auch
palästinensische Gruppen, gegen
den von der israelischen
Botschaft gewünschten
„Israeltag“ im Bremer
„Landesinstitut für Schule“ (LIS).
Das Bremer Friedensforum hält
solche Schulveranstaltungen,
egal von welchen Staaten sie
eingebracht werden, für
unzulässig und fordert: „Keine
Propaganda in der Schule“. >>>
Israeltag 2011 in Bremer Schulen
war nur ein mäßiger Erfolg für
die Veranstalter -
Arn Strohmeyer - (...) Nun
sollten auch Bremer Schüler in
den Genuss der israelischen
hasbara kommen. Die israelische
Botschaft in Berlin und die
Deutsch-Israelische Gesellschaft
der Hansestadt hatten unter dem
Motto „Israel anders
kennenlernen“ in den Räumen des
Landesinstituts für Schulen (LIS)
einen Seminar-Tag anberaumt, an
dem den Schülern ein zufriedenes
und heiteres Land von bunter und
multikultureller Vielfalt
vorgestellt werden sollte - ein
Land, in dem es keinen
völkerrechtswidrigen Landraub,
keine Siedlungen, keine
Besatzung, keine Unterdrückung
eines ganzen Volkes und keine
Trennmauer gibt. >>>
Israel-Propaganda an deutschen
Schulen ? - Botschaft setzt
Kulturminister der Länder unter
Druck
-
Arn Strohmeyer - Wenn das Image
eines Landes durch eine
desaströse Politik nicht mehr zu
retten ist, muss die Propaganda
ran, um die schlimme
Wirklichkeit wieder in rosiges
Licht zu rücken. >>>
28.11.2011 -
Eine
geheime israelische Gruppe
legt eine Karte mit
Geschäften an, die Araber
beschäftigen
- Eine geheime israelische
Gruppe arbeitet zur Zeit
eine Karte aus mit den
Geschäften in Jerusalem, die
arabische Bürger
beschäftigen, um damit die
jüdische Bevölkerung zu
deren Boykott aufzufordern.
Wie die Tageszeitung Haaretz
berichtet, ist die
Initiative die Arbeit einer
Gruppe der Siedlung Yitzhar
im besetzten Westjordanland,
die unter dem Motto
"Jüdische Arbeit" einen
Boikott jener Geschäfte
einführen will, die
arabische Bürger der Stadt
beschäftigen. Einer der
Führer der bis jetzt
unbekannten Gruppe ist Meir
Ettinger, 19 Jahre alter
Enkel des israelischen
Politikers und Rabbiners
Meir Kahane, der bis zu
seiner Ermordung durch einen
Palästinenser in New York
Führer der (inzwischen)
verbotenen Kach-Partei war.
Seit Ettinger in einer
Fischhandlung auf dem
populären Markt Mahane
Jehuda spioniert hatte, muss
er sich seit 10 Tagen auf
gerichtliche Anweisung hin
fernhalten; nach dem
Zeitungsbericht wurden
jedoch am vergangenen
Donnerstag vier weitere
Jugendliche festgenommen,
die in der gleichen Mission
tätig waren. Das Projekt,
mit dem vor mehreren Wochen
in nördlichen Stadtteilen im
besetzten (Ost-)Jerusalem
begonnen worden ist, hat zum
Zweck, eine detaillierte
Karte aller Geschäfte
anzulegen, in denen Araber
beschäftigt werden. >>>
Right-wing Israeli group
creates booklet listing
businesses that employ
Palestinians
- A
grandson of the late Rabbi
Meir Kahane, best known for
his belief that Arabs should
be ethnically cleansed from
historic Palestine, is
leading a movement to
document and boycott all
businesses in Israel that
employ Palestinians >>>
30.10.2011 -
Israel
zensiert palästinensische
Schulbücher in Ost-Jerusalem -
Jalal
Abukhater - Während die
Mainstream-Medien mit großen
Geschichten dominieren, erhalten
die anderen nicht genügend
Aufmerksamkeit. Z.B. Israels
Jerusalemer Bildungsministerium
(JEA) entschied kürzlich, dass
alle privaten Schulen in
Ost-Jerusalem zensierte
Schulbücher verwenden müssten.
Das JEA ist eine gemeinsame
Körperschaft der Jerusalemer
Stadtverwaltung und dem
israelischen
Bildungsministerium. Im
Augenblick sind die öffentlichen
palästinensischen Schulen in
Ostjerusalem schon von der JEA
gezwungen, die zensierten
Schulbücher zu benützen. Und nun
zwingt die JEA auch die privaten
Schulen diese Bücher zu
benützen, trotz der Tatsache,
dass sie keine Autorität über
sie hat. Die Entscheidung ging
von einer Initiative des
Knessetmitglieds Alex Miller von
Yisrael Beiteinu aus, der auch
der Vorstand des Knesset
Bildungskomitees ist. Miller
erklärte, dass in Ost-Jerusalem
das ganze Kurrikulum israelisch
sein müsse. Zu Beginn des
akademischen Schuljahres
2011-2012 protestierten
Studenten und Eltern gegen diese
Entscheidung ihren Schulen die
zensierte Curricula
aufzuzwingen. Schüler und Eltern
drohten damit, ihren Protest
auszuweiten, wenn JEA ihren
Druck aufrecht erhält und
sagten, sie würden nicht weiter
in die Schulen gehen, wenn die
Schulverwaltung den Bedingungen
der JEA nachgibt. Diese
Aktion des israelischen
Bildungsministerium ist nach dem
Internationalen Recht vollkommen
illegal, da dieses Ost-Jerusalem
als besetztes Gebiet betrachtet
wird
>>>
3.9.2011 -
Die Hasbara Abteilung meldet:
Israel Education 'Blitz'
This September, a number of
events – namely, the UN vote
on the recognition of a
Palestinian state, the Third
Durban Conference, the
beginning of the new
academic year, and the High
Holidays – will coincide to
place Israel firmly in the
public spotlight. In the
background, the assault on
Israel’s legitimacy
continues to penetrate into
the heart of some Jewish
communities, to the point
that rather than serving as
a source of unity, Israel is
turning into a deeply
polarizing issue.
The anticipated heightened
focus on Israel presents an
opportunity to launch a
targeted Israel
re-engagement effort. The
goal: To re-engage Jewish
communities with Israel in
new ways and to use the
concepts of 'broad tent' and
'red lines' to reconnect
across the dividing lines.
To
date, the following
documents have been prepared:
1)
Reut - A Call for Action
2)
MAKOM - Moving from
Confrontation to Engagement
3)
Gil Troy - How to Win, and
Not Lose, in September
4)
MAKOM - Am Chofshi B'Artzenu
Educational Booklet
5)
Eran Shayshon - To help
Israel, Jews must broaden
the tent
16.8.2011
-
Israel-Propaganda an deutschen Schulen? -
Botschaft setzt Kulturminister der Länder
unter Druck -
An Strohmeyer - Wenn das Image eines Landes
durch eine desaströse Politik nicht mehr zu
retten ist, muss die Propaganda ran, um die
schlimme Wirklichkeit wieder in rosiges
Licht zu rücken. genau das geschieht z.Zt.
mit Israel. Kürzlich hatte eine globale
BBC-Studie ergeben, dass Israel in der
internationalen Bewertungsskala mit Iran und
Pakistan das Schlusslicht bildet. Diesem
Staat, der von sich behauptet, die „einzige
Demokratie“ im Nahen Osten zu sein, steht
wegen seiner Politik gegenüber den
Palästinensern das Wasser offenbar bis zum
Hals. Wie sonst könnte man sich sonst
erklären, dass Israels Botschaft in Berlin -
wie aus sicherer Quelle verlautete - nun an
die Kulturministerien der Bundesländer mit
der Aufforderung herangetreten ist, in den
Schulen Aufklärungsunterricht über Israel zu
erteilen. Wie es weiter heißt, haben mehrere
Bundesländer dieses Ansinnen abgelehnt,
einige haben sich aber gehorsam bereit
erklärt - etwa das Bundesland Bremen, das
als besonders Israel-treu gilt. Was sollen
deutsche Lehrer nun ihren Schülern im
israelischen Auftrag erklären? Warum Israel
auch nach 63 Jahren staatlicher Existenz
immer noch keine festen Grenzen hat, weil es
immer noch dabei ist, sich auf Kosten seiner
Nachbarstaaten auszudehnen? Dass dieser
Staat gegen das Völkerrecht und die
Menschenrechtscharta fremdes, ihm nicht
gehörendes Territorium besetzt hält und
dessen Bewohner in brutaler Weise
unterdrückt? Dass Israel die Ureinwohner
Palästinas mit Mauern und elektronischen
Zäunen einschließt, um sie voll unter
Kontrolle zu halten? Dass der Gaza-Streifen
seit Jahren vom Land, von der Luft und vom
Meer her belagert wird und den Menschen dort
das Nötigste zum Überleben fehlt? Und, und
... man könnte noch zahllose Untaten der
israelischen Politik anführen, die aber von
der westlichen >>>
23.7.2011 -
Murdochs
Krise und die pro-israelische
Presse
- Schlesinger
- Rupert Murdoch hat nie einen
Hehl daraus gemacht vehementer
Unterstützer Israels zu sein.
Ganz im Stil seiner unzähligen
Boulevardblätter schreckt er
dabei auch nicht vor Übertreibungen
zurück: Meine eigene Perspektive
ist recht einfach: Wir leben
in einer Welt in der es einen
fortwährenden Krieg gegen die
Juden gibt. Murdoch glaubt die
heutigen Antisemiten genau zu
kennen: Heute scheinen die stärksten
antisemitischen Strömungen von
der Linken zu kommen. Oft tarnt
sich dieser neue Antisemitismus
als legitime Kritik an Israel.*
Zwischen dem Terrorismus einer
Al-Quaida und dem Widerstand
der Palästinenser gegen die
israelische Unterdrückung macht
Murdoch keinen Unterschied.
>>>
18.7.2011 -
Angriff auf die Meinungsfreiheit -
Israelische Regierung unterdrückt kritische
Stimmen im eigenen Land
- Jody Williams und Rachel Giora (IPS) -
Während die Welt den sogenannten arabischen
Frühling und dessen Ausbreitung im Nahen
Osten verfolgt, häufen sich beunruhigende
Anzeichen, daß sich Israel entschlossen
haben könnte, grundlegende zivile Rechte
abzuschaffen. Jene Stimmen, die für
Gerechtigkeit und Gleichheit für die
Palästinenser eintreten, sollen zum
Schweigen gebracht werden. Zuletzt hat
Israel versucht, die Berichterstattung über
die Gazaflottille in den internationalen
Medien zu unterdrücken. Das staatliche
israelische Pressebüro hatte eine Warnung an
internationale Medienorganisationen
herausgegeben. In dieser wurde die
Beschlagnahmung von Presseausrüstung
angekündigt und teilnehmendes Medienpersonal
mit Deportation und zehnjähriger Verbannung
aus Israel bedroht >>>
20.6.2011 -
Die Twitter-Krieger
von Jerusalem - Israels Armee hat aus
früheren PR-Desastern gelernt: Eigene
Blogger sollen die Meinungsbildung im
Internet prägen. -
Max Borowski - Ella hat Bereitschaftsdienst.
24 Stunden, ob am Tag oder mitten in der
Nacht, stets kann der Pieper an ihrem Gürtel
klingeln, und oft tut er das auch. Etwa
jetzt, gegen 10.30 Uhr am Vormittag.
Allerdings wird die 19-jährige Israelin
nicht etwa zu einer Notoperation in den OP
gerufen. Ella ist Soldatin, und ihre Aufgabe
ist es, den offiziellen Twitter-Account der
israelischen Armee auf aktuellem Stand zu
halten >>>
4.1.2011
-
Wegducken
hilft nicht - Die Friedensbewegung und der Nahostkonflikt:
Nichts ist gut in Gaza, nichts ist gut im Westjordanland
- Peter Strutynski - Die Friedensbewegung hat
sowohl während des Gazakriegs als auch anläßlich
des Überfalls auf die Gaza-Hilfsflotte gegen
die israelische Politik protestiert, mit Erklärungen
und Petitionen, aber auch mit Demonstrationen
und Mahnwachen. Daß es dabei zu gelegentlichen
Haßäußerungen teilnehmender Palästinenser oder
Türken kam, war verständlich. Begierig wurden
aber genau solche Vorfälle von den Medien, insbesondere
aber von den selbsternannten Israel-Freunden
aus dem Zentralrat der Juden, der Deutsch-Israelischen
Gesellschaft und diversen »antideutschen« Gruppen
zum Anlaß genommen, der Kritik an der israelischen
Kriegs- und Blockadepolitik das Etikett »antiisraelisch«
und »antisemitisch« anzuheften. Ein Vorwurf,
der in Deutschland besonders schwer wiegt. Das
wissen auch die sogenannten Israel-Freunde,
weshalb sie dieses Etikett immer häufiger verwenden
und damit zum Teil Erfolg haben, beispielsweise
wenn Ausstellungen, die sich kritisch mit der
israelischen Besatzung befassen, in Rathäusern
oder anderen öffentlichen Einrichtungen oder
Gewerkschaftshäusern verboten werden. Auch Israel
verstärkt seine Imagewerbung im Ausland. 2011
sollen die PR-Ausgaben in den wichtigsten europäischen
Botschaften des Landes verdoppelt werden. Ziel
ist eine öffentliche Pro-Israel-Kampagne, die
mehr Verständnis für die Politik und die Rolle
Israels im Nahostkonflikt wecken soll. Die Botschaften
folgender Hauptstädte wurden für die Kampagne
ausgewählt: London, Berlin, Rom, Madrid, Paris,
Den Haag, Oslo und Kopenhagen. Schwerpunktmäßig
sollen Personen rekrutiert werden aus lokalen
Jüdischen Gemeinden, aktive Mitglieder christlicher
Organisationen, Journalisten, Politiker, Intellektuelle,
Akademiker und Aktivisten studentischer Organisationen.
Es ist also damit zu rechnen, daß die Hardliner
unter den »Israel-Freunden« auch hierzulande
ihre diffamierenden Aktivitäten – bezahlt oder
nicht – verstärken werden. >>>
Grafik Ben Heine
Dokumentation - Die
Hasbara Abteilungen >>>
Israelische Hasbara - Jerusalem Center for Public
Affairs
http://www.jcpa.org/JCPA/index.asp
"Israel´s Web War Declaration: Hasbara Goes
WWW"
http://occupiedpalestine.wordpress.com/2011/05/22/israels-web-war-declaration-hasbara-goes-www/
"Peace,
Propaganda and the Promised Land" US Media and
the Israeli-Palestinian Conflict - Video
http://video.google.com/videoplay?docid=-2165626245072381061#
1.12.2010
-
Israel tries
to clean up its image abroad
- Catrina Stewart
- Israel's ultra-nationalist Foreign Minister
is proposing a major new public relations drive
in Europe aimed at bolstering Israel's flagging
image. The campaign, expected to launch early
in the new year, would rely on teams of volunteers
in Britain, Germany, France, Italy and Spain
to deliver Israel's message, while professionals
from public relations and lobbying firms would
also be hired to for the rebranding initiative.The
campaign is the pet project of Avigdor Lieberman,
Israel's Moldovan-born Foreign Minister, who
is better known for his public relations gaffes
than for his diplomacy. Nevertheless, the move
also reflects a growing sense among Israelis
that they are misunderstood and misrepresented
overseas. >>>
Israel plant großangelegte Image-Kampagne
in Europa -
Das israelische
Außenministerium plant offenbar eine großangelegte
Image-Kampagne in mehreren EU-Staaten. Die israelischen
Botschaften in London, Berlin, Rom, Paris, Madrid,
Den Haag, Oslo und Kopenhagen hätten Anweisungen
erhalten, für ein besseres Bild des Landes zu
sorgen, bestätigte ein diplomatischer Vertreter
am Sonntag in Jerusalem. Nach Informationen
der israelischen Tageszeitung "Haaretz" wurde
das Budget für die Öffentlichkeitsarbeit in
den acht Städten verdoppelt >>>
Ein Volk von
Botschaftern
- Peter Münch - Ob Gaza-Krieg oder der
mutmaßliche Mossad-Mord: Das Ansehen Israels
hat kräftig gelitten. Jetzt sollen Israelis
auf Reisen Werbung für ihr Land machen - mit
Argumenten der Regierung. >>>
Lieberman
urges Europe embassies to use 'allies' in PR
efforts -
New advocacy campaign to begin early next year,
will make extensive use of professional advocacy
and public relations experts by Israeli embassies
in Europe. - Barak Ravid - The Foreign Minister
is planning to initiate a new public relations
campaign >>>
Jonathan Cook:
Publish it Not
- Jonathan Cook - Probably like many other journalists,
at some point in my childhood I fell in love
with the idea of the crusading, fearless reporter
– unafraid of bullying figures of authority
and always looking out for the little guy. This
image was fed by the greatest of all myth-making
movies about journalism: All the President’s
Men >>>
Hasbara - Honestly Concerned, Sacha Stawski
meldet - Wie man sich für Israel im Netz einsetzen
kann
-
HonestReporting
Media BackSpin
-
HonestReporting
und
Awesome Seminars
haben sich zusammengetan, um für Sie
einen kleinen Kurs zu erstellen, der Sie fit
macht für die argumentative Verteidigung Israels.
In diesem selbstverständlich frei erhältlichen
6-teilgen Programm geben wir Ihnen die Werkzeuge
an die Hand, die Sie benötigen. >>>
Von Presseausweis-Entzug bis Mord.
- Thomas Immanuel Steinberg - Wie der israelische
Staat weltweit die wahrheitsgemäße Berichterstattung
über Palästina und Israel unterdrückt. Jonathan
Cook,
Publish It Not , .pdf-Datei, 27 Seiten. Siehe
auch
Hasbara - Zionistische Propaganda
Honestly Concerned
und sein Netzwerk - Chefredakteur Sacha Stawski
>>>
8.9.2010 -
101 Journalisten seit Beginn 2010 durch israelische
Truppen verletzt
- Die palästinensische
Nachrichten- und Informationsagentur WAFA hat
einen Bericht veröffentlicht, der die Gewalt
Israels gegen palästinensischen Journalisten
von Beginn 2010 bis zum 31. August dokumentiert.
>>>
Nahost-Konflikt:
Wahrheit wird zur Ansichtssache - In Israel
ist Zensur ein offizieller Bestandteil der Medienlandschaft
– Sicherheit steht über der Pressefreiheit -
Im achten Stockwerk des Al-Majid-Gebäudes in
Bethlehem lehnt sich Nasser Al-Laham in seinem
Ledersessel zurück. Eine fast leere Schachtel
Marlboro und der kalte Rauch, der von der Klimaanlage
umgewälzt wird, zeugen von durcharbeiteten Nächten.
Nasser ist Chefredakteur der palästinensischen
Nachrichtenagentur Ma'an News, für ihn die letzte
Bastion der Pressefreiheit im Westjordanland.
„Nur wir liefern noch unabhängigen Journalismus“,
sagt er. Im Regal steht ein Foto von Mahmud
Abbas, dem Präsidenten der palästinensischen
Autonomiebehörde. Es scheint ihm stumm zu widersprechen.
Denn parteiisch, ja, das sei er schon, räumt
Nasser ein. „Ich bin Araber, ich kümmere mich
um meine Leute.“ Wenn er von seiner Heimat Palästina
spricht, von Israel und der Besetzung, will
er nicht leugnen, auf welcher Seite er steht.
Der endlose Konflikt hat ihn zu einem verbitterten
Mann werden lassen. >>>
30.8.2010 -
Unter Aufsicht: Journalisten in Israel - Palästinensische
Journalisten klagen über Repressalien durch
Israel
– doch auch israelische
Medien unterliegen der Zensur. Israel rangiert
auf der Liste "Feinde der Pressefreiheit" direkt
hinter dem Iran. - Im achten Stockwerk des Al-Majid-Gebäudes
in Bethlehem lehnt sich Nasser Al Laham nachdenklich
in seinem Ledersessel zurück. Eine fast leere
Schachtel Marlboros und der kalte Rauch, der
von der Klimaanlage umgewälzt wird, zeugen von
einer durchgearbeiteten Nacht. Nasser ist Chefredakteur
der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an
News (MAN), für ihn die letzte Bastion der Pressefreiheit
im Westjordanland. „Nur wir liefern noch unabhängigen
Journalismus“, sagt er. Im Regal steht ein Foto
von Mahmud Abbas, dem Präsidenten der palästinensischen
Autonomiebehörde. Es scheint ihm stumm zu widersprechen.
Parteiisch sei er schon, räumt Nasser ein. „Ich
bin Araber, ich kümmere mich um meine Leute.“
Wenn er von seiner Heimat Palästina spricht,
von Israel und der Besetzung, will er nicht
leugnen, auf welcher Seite er steht. Sechs Jahre
hat er in israelischer Gefangenschaft verbracht.
Er gibt zu, wie schwer es ist, über seinen Feind
fair zu berichten. „Aber wir versuchen es“ >>>
20.8.2010 -
Israelischer
Kurs gestartet!
- Zwei israelische
Gruppen haben in Jerusalem gemeinsam einen zionistischen
Kurs ins Leben gerufen. Sie rufen zur Manipulation
von Wikipedia und anderen großen Foren, Portalen
und sozialen Netzwerken auf. Der Krieg zwischen
Palästina und Israel findet bekanntlich auch
im Netz statt. 12.000 Personen sollen sich derzeit
alleine auf der Seite Israels daran beteiligen.
Der Gemeinderat Yesha repräsentiert die israelische
Siedlungsinitiative. Zusammen mit den ultrakonservativen
Sheli haben sie nach Informationen des Guardian
diese Woche einen ersten Workshop zum Thema
Internet in Jerusalem gestartet. Sie erklären
ihren Teilnehmern, wie man effektiv die wichtigsten
Einträge von Wikipedia und anderen wichtigen
Quellen verfremdet. Ein Sprecher der Yesha behauptet,
sie würden ihren Zuhörern nur die Methoden der
Gegenseite vorführen wollen >>>
24.7.2010 -
Flotte ohne Wellenschlag
- - Warum Israel den PR-Krieg nicht verloren
hat und trotzdem auf seine Kritiker hören sollte
-
Stephanie Doetzer
-
(Originaltext erschienenen in: Executive Magazine,
Beirut, Juni 2010) -
“Können wir
noch irgendetwas für Sie tun?” fragt ein junger
Herr vom israelischen Geheimdienst nach zehn
Minuten Verhör im Plauderton. Mohamed Vall,
ein Al Jazeera Korrespondent auf der Mavi Marmara,
gehörte zu den VIP-Passagieren des Schiffes
– also jener Gruppe aus Parlamentariern und
Journalisten, die sich über eine vergleichsweise
sanfte Sonderbehandlung freuen konnten. Sanft
heißt hier: Während die Hände der meisten Aktivisten
hinter ihrem Rücken zusammengebunden wurden,
bekam Mohamed die Handschellen vorne angelegt.
Und im Gegensatz zu manchen Mitfahrern, durfte
er nach Belieben aufs Klo.
Wäre Mohamed nicht zufällig ein Freund von mir,
ich hätte immer noch keine konkrete Vorstellung
davon, was eigentlich passiert ist, an jenem
31.Mai, an dem die israelische Marine die Gaza-Flotille
kaperte und die Passagiere drei Tage lang von
der Aussenwelt abschirmte. Hätte ich mich auf
westliche Medien verlassen, ich glaube, ich
hätte nicht viel kapiert. Klar, ich habe Zeitung
gelesen und mich von einem Nachrichtensender
zum nächsten gezappt, drei Tage lang. Fühlt
sich an wie eine Schleife aus Déjà-Vus: Die
Sache mit der Flotille ist neu, der Rest ritualisierte
Routine. Die israelischen Militärsprecher sagen,
was sie sonst auch immer sagen, Journalisten
und Politiker hecheln durchs Hamsterrad ihrer
eigenen Verhaltensmuster: Arabische Kommentatoren
verstricken sich in ihrer emotionaler Betroffenheit,
westliche dagegen in ihren eigenen Vorsichtsmaßnahmen.
Dass im Nahen Osten Zivilisten sterben, ist
nichts Neues. An tote Palästinenser hat sich
die Welt gewöhnt. An tödliche Angriffe aufs
Hilfskonvois immerhin noch nicht. Wenn es dann
noch um Passagiere aus 40 verschiedenen Ländern
geht und um mutmaßliche Piraterie auf hoher
See, dann hat die Geschichte das Zeug zur Top-Story
auf allen Titelseiten. Aber es wurde keine Top-Story,
jedenfalls nicht in Deutschland und den USA.
>>>
22.7.2010 -
Kampfsprache: Die neue Propaganda
- ISM - Germany
- Der Journalismus hat sich zu einem sprachlichen
Schlachtfeld entwickelt – und wenn Reporter
Begriffe verwenden wie: “ein Aufflammen der
Gewalt”, oder “Surge”, oder “Siedler”, dann
spielen sie weiter mit dem schädlichen Spiel,
argumentiert Robert Fisk. Haben sie dem Neuesten
auf dem Gebiet der Nachrichtensemantik gefolgt?
Der Journalismus und die israelische Regierung
verstehen sich prächtig. Es ist der islamistischer
Terror, türkischer Terror, Terror der Hamas,
Islamischer Jihad Terror, Terror der Hisbollah,
Terror der Aktivisten, Krieg gegen den Terror,
der palästinensische Terror, muslimischer Terror,
der iranische, syrische und antisemitische Terror
… Aber ich tue den Israelis Unrecht. Ihr Lexikon
und das des weißen Hauses- meistens- und das
unserer Reporter ist dasselbe. Ja, seien wir
fair mit den Israelis. Ihr Lexikon besteht aus:
Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror,
Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror,
Terror, Terror, Terror, Terror, Terror, Terror,
Terror, Terror. Wie oft habe ich das Wort “Terror”
benutzt? Zwanzig mal. Aber es hätte genauso
gut 60 oder 100, oder 1000, oder eine Million
mal sein können. Wir sind verliebt in dieses
Wort, verführt von ihm, fixiert von ihm, angegriffen
von ihm, vergewaltigt von ihm, ihm verpflichtet.
Es ist Liebe und Sadismus und Tod in einer Doppel-Silbe,
das Prime-Time-Titellied, der Beginn Fernsehsinfonie,
die Überschrift auf jeder Seite, ein Satzzeichen
in unserem Journalismus, ein Semikolon, ein
Komma, unser mächtigster Punkt. “Terror, Terror,
Terror, Terror” >>>
12.7.2010 -
Der Reporter
als Feind - Er will von Bord der Gaza-Flotilla
berichten, doch israelische Elitesoldaten nehmen
ihn fest. Die verstörende Bilanz eines eingebetteten
Journalisten
- Mario Damolin - Berlin, Sommer 2010, Fête
de la Musique im Mauerpark. Flohmarkt und viele
Büdchen, eine junge Frau mit pechschwarzer Punkfrisur
und Schläfenlocken offeriert „israelischen Kuchen“.
Es sind gerade einmal zwei Wochen nach meiner
Rückkehr aus dem israelischen Gefängnis Beerscheva,
wo ich einige Tage einsaß, weil ich als Reporter
auf einem jener Schiffe der „Gaza-Flotilla“
war, die von der israelischen Marine in internationalen
Gewässern im Namen der „Selbstverteidigung“
aufgebracht worden waren. Ich eröffne das Gespräch,
das in englischer Sprache geführt wird: „Solchen
Kuchen hat es im israelischen Gefängnis nicht
gegeben.“ Sie: „Im Gefängnis? Wegen etwas Bösem?“
Ich: „Ich war auf einem Schiff der ‚Gaza-Flotilla‘,
für eine deutsche Zeitung. Ist das böse?“ Sie,
einen Schritt zurücktretend: „Das war eine Provokation
gegen mein Land. Ich verkaufe Ihnen nichts.“
Ich: „Aber ich war beruflich dort.“ Sie: „Ich
verkaufe nichts an Provokateure.“ Also: ich
bin ein Provokateur. Einer, der Israel provoziert
hat, und der nicht zu beklagen braucht, was
danach mit ihm passierte. Unterschiedslos fallen
alle, die von der israelischen Marine auf offener
See von bewaffneten Elitesoldaten der Einheit
„Shayetet 13“ festgesetzt wurden, in die Kategorie
„Provokateur“ oder „Angreifer“. Also: ich bin
ein Provokateur. Einer, der Israel provoziert
hat, und der nicht zu beklagen braucht, was
danach mit ihm passierte. Unterschiedslos fallen
alle, die von der israelischen Marine auf offener
See von bewaffneten Elitesoldaten der Einheit
„Shayetet 13“ festgesetzt wurden, in die Kategorie
„Provokateur“ oder „Angreifer“. >>>
24.6.2010 -
Fighting talk:
The new propaganda - Journalism has become a
linguistic battleground – and when reporters
use terms such ‘spike in violence’ or ‘surge’
or ‘settler’, they are playing along with a
pernicious game, argues
- Robert Fisk - Following the latest in semantics
on the news? Journalism and the Israeli government
are in love again. It's Islamic terror, Turkish
terror, Hamas terror, Islamic Jihad terror,
Hezbollah terror, activist terror, war on terror,
Palestinian terror, Muslim terror, Iranian terror,
Syrian terror, anti-Semitic terror... >>>
23.6.2010 -
Die Depro
- Blogger - Software
- Na, werte Kolleginnen und Kollegen, Bloggerinnen
und Blogger, heute schlecht drauf, keinen
Power zum Posten? Das hier ist die Lösung
– aus Israels Denkfabrik. Im Erziehungs-
Departement der Ben Gurion - Universität
im Süden Israels haben fitte Forscher eine
Sprachen- Erkennungs- und Analyse- Software
entwickelt. Soweit, so wenig originell.
Aber es kommt noch besser, viel besser:
Das Programm soll doch tatsächlich depressive
Blogger finden können. Forschungsleiter
Professor Yair Neuman meint, die Software
könne Sozialarbeiter dabei helfen, Hilfsbedürftige
zu finden und ihnen empfehlen, sich unterstützen
zu lassen. Sagt der Professor. Ein kleiner
Einschub scheint freilich angebracht: Wer,
denken Sie, hat die Forschungsarbeit der
Universität finanziert? Richtig, das israelische
Verteidigungsministerium >>>
23.6.2010 -
Pressefreiheit
in der arabischen Welt - Grenzenlose Posse
- Hamid Skif - Es ist nicht gut, in der
arabischen Welt ein Journalist zu sein. Diese
Wahrheit sollte sich im Mai anlässlich des internationalen
Tags der Pressefreiheit bestätigen. Während
sie auf dem Rest des Planeten Fortschritte macht,
erlebt die arabische Welt diesbezüglich kafkaeske
Situationen. Jegliche freie Meinungsäußerung
wird, auch unter Anwendung von Gewalt, im Keim
erstickt. (...) von Israel besetzten Gebieten
sind palästinensische Journalisten immer wieder
Opfer der israelischen Armee, besonders nahe
der Trennmauer, die der Besatzer im Zentrum
des palästinensischen Gebiets errichtet. Seit
2009 zählt man über 60 Aggressionen dieser Art.
Kameramänner und Pressefotografen geraten besonders
ins Visier der israelischen Streitmächte, die
eine Informationssperre aus palästinensischen
Gebieten durchzusetzen versuchen. Diese permanenten
Aggressionen gegen palästinensische Journalisten
stoßen in den westlichen Medien leider nicht
auf Widerhall. >>>
28.5.2010 -
Propagandaoffensive
gegen die Gaza Freedom Flotilla (SB)
- Israelische Regierung erklärt Gazastreifen
für angemessen versorgt - In Israel laufen die
Vorbereitungen auf Hochtouren, um die Gaza Freedom
Flotilla daran zu hindern, ihr Ziel zu erreichen.
Einer offiziellen Verlautbarung der israelischen
Marine zufolge werde man gemäß dem Beschluß
der Regierung die Flottille daran hindern, den
Küstenstreifen zu erreichen. Wie der Kommandant
der israelischen Marine, Generalmajor Eliezer
Marom, erklärte, bestehe ein klarer Auftrag,
den die Marine erfüllen müsse. Man habe nicht
die Absicht, den Hunderten von Passagieren Schaden
zuzufügen. Deshalb habe er seine Truppen angewiesen,
sich nicht provozieren zu lassen und fair abwägend
zu agieren, um das Gelingen der Mission nicht
zu gefährden. Man wolle den Besatzungen die
Gelegenheit geben, in jedem Stadium umzukehren
oder die Kontrolle über die Schiffe zu übergeben.
Die Sicherheitskräfte würden die von der Flottille
transportierten Hilfsgüter an sich nehmen und
nach einer Sicherheitsprüfung in den Gazastreifen
transferieren. >>>
Zwei Videos zum Theme Propaganda:
1
2
Berichterstattung
Nahost: “Wortwahl der Mächtigen, von Journalisten
nachgeplappert” - Karim El-Gawhary -
Journalismus und die „Wortwahl der Mächtigen“,
lautet der Titel eines Essays des britischen
Nahost-Korrespondenten Robert Fisk. Auf der
Webseite von Jazeera International gibt Fisk
Journalisten, Lesern, Zuhörern und Zuschauern,
die sich mit der Region des Nahen- und Mittleren
Ostens beschäftigen, viel Stoff zum Nachdenken.
„Macht und Medien, dabei geht es nicht nur um
nette Beziehungen zwischen Journalisten und
politischen Führern, zwischen Redakteuren und
Präsidenten. Es geht nicht um die parasitär-osmotische
Beziehung zwischen angeblich ehrenhaften Reportern
und den Verflechtungen der Macht, die zwischen
dem Weißen Haus, dem State Department, dem Pentagon
und zwischen Downing Street, dem Foreign Office
und dem Verteidigungsministerium verlaufen:
Im westlichen Zusammenhang spiegelt sich diese
Beziehung zwischen Macht und Medien auch in
den Worten und der Wortwahl wider“, Robert Fisk
- Journalisten argumentiert er, seien zu „Gefangenen
der Sprache der Mächtigen“ geworden. Dann nimmt
er sich einiger Phrasen an, die Generäle gern
verbreiten und Journalisten bedenkenlos kopieren.
Etwa der „spike of violence“ >>>
22.5.2010 -
Israelis
made ’strategic theft’ of ISM’s
video cameras - Philip Weiss
- On a number of occasions, we've
run photos and reports from International
Solidarity Movement, which has volunteers
throughout the occupied territories,
ala freedom riders of the '60s.
ISM volunteers make these recordings
at great risk. Rachel Corrie was
a member of ISM. Well ISM is reporting
that the Israelis have made a "strategic
theft" of a lot of its media equipment,
and is seeking donations to buy
new cameras. Its report follows:
The ISM media office was raided
two times in the span of four nights
in February, when Bridget Chappell
and Ariadna Jove Marti were arrested.
In the raids, the Israeli military
stole all of our computers (three
laptops, one desktop) as well as
several video cameras. Just a few
weeks ago, the Hebron office was
broken into while activists were
away. We believe the military is
also to blame because neighbors
reported soldiers coming to look
through the windows multiple times
when the apartment was empty, and
in the raid two laptops, multiple
cameras, photo memory cards and
USB memory devices were stolen,
while other valuables were left
in plain sight. >>>
12.5.2010 -
Vom Frieden und so
- André Marty - Schon von Palestinian
Media Watch gehört? Hm, dann schauen
Sie zuwenig amerikanisches Fernsehen,
oder zumindest nicht zur Primetime.
Dann ist nämlich zur Zeit folgender
Werbespot in Sachen Frieden zu sehen:
PMW Ad - Palestinian leaders glorify
terror
Kurz ein Wort zu Palestinian Media
Watch: Gegründet wurde die Organisation
1996 von Itamar Marcus, der in einer
Siedlung im besetzten Westjordanland
lebt. Itamar Marcus, einst Einflüsterer
des damaligen Premiers Netanyahu,
und seine Gefolgschaft haben es
sich zur Aufgabe gemacht, in palästinensischen
Schulbüchern und Medien anti- israelische
Hetze aufzustöbern. Und die Jäger
werden immer wieder mal fündig.
Das leidige ist freilich, dass aus
der berechtigten Kritik an Hetze
eine eigentliche Obsession geworden
ist >>>
Meinungsfreiheit,
Zensur, Lücken + Manipulation im
Nahostkonflikt >>>
Shin Bet recruiters enticing Palestinian
medical students with Jerusalem
entry permits - Students claim security
service blocked medical training
after they refused to spy for Israel.
- Amira Hass
- The Shin Bet security service
is trying to recruit Palestinian
medical students as a condition
for granting them entry permits
to Jerusalem, according to two medical
students at Al-Quds University pursuing
internships in Palestinian university
hospitals in the city. The two students
told Haaretz that a "Captain Biran"
who said he was the Shin Bet agent
responsible for monitoring the university
told them to report on other students
and their activities as a condition
for renewing their entry permits.
After both refused, they were effectively
prevented from choosing a residency
specialty and continuing their medical
training. >>>
Israeli
Soldiers Continue Targeting Palestinian
Photographers in West Bank
- Palestinian press photographers
have always been targeted by the
Israeli forces and at least three
have been arrested and two others
have been physically attacked by
Israeli soldiers in the West Bank
since the start of April. “These
incidents must stop,” Reporters
without Borders said. “The Israeli
army must investigate them and punish
the soldiers responsible.” In the
latest incident, an Israeli soldier
fired a tear-gas grenade at photographer
Muammar Jamil Awad, while he was
covering the weekly protest in Beit
Jala (a village 10 km south of Jerusalem)
against the Israeli separation wall.
He was taken directly to Jerusalem’s
Sheari Tzedek hospital for treatment
to a head injury. An Israeli soldier
arrested Najeh Al-Hashlamoun, a
photographer with the ABA news agency,
while he was covering clashes between
Palestinians and ISRAELI ARMY troops
in Beit Omar, a village to the north
of Hebron, on 24 April. Al-Hashlamoun
was released 45 minutes later but
his camera was confiscated. The
clashes were prompted by the seizure
of land belonging to Palestinians.
Muhib Al-Barghouti, a photographer
with the newspaper Al-Hayat Al-Jadida,
was detained by the Israeli army
while covering the weekly demonstration
against the separation wall in Bili’n
(outside Ramallah) on 23 April.
He was released at 8 a.m. the next
day. During the demonstration, Agence
France-Presse photographer Abbas
Al-Moumni was injured as a result
of a shot fired by an Israeli soldier.
>>>
Journalistin
drohen 14 Jahre Haft - Israel will
gezielte Tötungen totschweigen
- Michael Borgstede - Es geht um
illegale Tötungen mutmaßlicher Terroristen
durch Israels Armee. Eine junge
Journalistin wollte die Fälle aufdecken.
Jetzt steht sie unter Hausarrest,
ihr drohen 14 Jahre Haft. Israelische
Medien dürfen darüber nicht berichten:
Über dem Fall liegt eine richterliche
Nachrichtensperre. >>>
Zu den Bildquellen bitte Bilder
anklicken - Bild oben links
Anat Kam in
sorgenfreien Tagen.
Artikel von Judith Miller über den
Fall Kamm
>>>
Die zensierte
Seite neun der Tageszeitung "Yedioth
Ahronoth" vom Dienstag dieser Woche
>>>
Next Israel Military Order- Earth
to Cease Rotating Around Sun
>>>
Der Militärzensor
am Werk - André Marty >>>
Enge Pressefreiheit
in Israel - Unterdrückung eines
Berichts über eine gezielte Tötung
- George Szpiro - Einer ehemaligen
israelischen Soldatin droht eine
Anklage wegen Verrats. Sie soll
Dokumente über die gezielte Tötung
von palästinensischen Militanten
verbreitet haben. Die Berichterstattung
über die Affäre wurde zensuriert.
>>>
,
Das
Medien - Blackout
- André Marty - In Israels
Medien ist nichts davon zu lesen,
kein einziges Wort. Rein gar nichts.
Und selbst Israels Blogger haben
zu schweigen, was sie auch teilweise
tun. >>>
Israel:
Journalismus, illegale Staatsgeheimnisse
und Todesschwadronen - Dr.
Alexander von Paleske - Anat Kam
(23), (...) verraten zu haben.
>>>
April 2010 -
Enge Pressefreiheit in Israel -
Unterdrückung eines Berichts über
eine gezielte Tötung
- Einer ehemaligen israelischen
Soldatin droht eine Anklage wegen
Verrats. Sie soll Dokumente über
die gezielte Tötung von palästinensischen
Militanten verbreitet haben. Die
Berichterstattung über die Affäre
wurde zensuriert. - George Szpiro
- Die israelische Tageszeitung «Yedioth
Acharonot» hat in ihrer Dienstagausgabe
Passagen eines Berichts einschwärzen
müssen. Der Bericht handelt von
der 23-jährigen Journalistin Anat
Kam >>>
Das
Medien - Blackout - André Marty -
In Israels Medien ist nichts davon zu lesen,
kein einziges Wort. Rein gar nichts. Und selbst
Israels Blogger haben zu schweigen, was sie
auch teilweise tun. >>>
Sonderseite:
Anat Kamm
- Uri Blau >>>
Israels scharfes
Durchgreifen gegenüber liberalen Juden …
- Chris Hedges - Die israelische
Regierung hat, nachdem ihre brutalen Kriegsverbrechen
im Gazastreifen im Detail im UN-Bericht von
Richter Goldstone offengelegt wurden, eine Reihe
von drakonischen Maßnahmen unternommen, um Dissidenten
in Misskredit und zum Schweigen zu bringen,
auch führende Intellektuelle und Menschenrechtsorganisationen
innerhalb und außerhalb Israels, die angeklagt
werden, mit falschen Aussagen Goldstones
UN-Mitarbeitern beigestanden zu haben . Die
Regierung Benyamin Netanyahu versucht
gerade, Israels beste Menschenrechtsorganisationen,
einschließlich B’tselem , des
Neuen Israel Fund (NIF) und der Vereinigung
für zivile Rechte in Israel zu schließen.
Sie ist eifrig dabei, Friedensaktivisten und
Ausländer aus dem palästinensischen Gebieten
auszuschließen. Wenn die Kampagne unkontrolliert
verläuft, wird sie für die Palästinenser und
auch für Israel eine Katastrophe werden. >>>
Reut
Institute, Israel - Sabotage und Angriff heißen
jetzt Unterminierung - Thomas Immanuel
Steinberg - Das Reut [gesprochen re-ut] Institute,
Israel, hatte in der Ankündigung seiner Ratschläge
zur Verbesserung des Images Israels in der Welt
(mit weiterführendem Link) zu Sabotage und Angriff
auf Anti-Zionisten geraten. Stillschweigend
hat es inzwischen diese Begriffe gestrichen
und spricht stattdessen "nur" von Unterminierung.
Ali Abunimah hat den Screenshot. Doch man braucht
keine Wünschelrute. Die Maulwürfe sind bekannt,
aus den Gängen piept es unablässig "Antisemit,
Antisemit". >>>
Israel: Image-Kampagne
- Ein Volk von Botschaftern
- Peter Münch - Ob Gaza-Krieg oder der mutmaßliche
Mossad-Mord: Das Ansehen Israels hat kräftig
gelitten. Jetzt sollen Israelis auf Reisen Werbung
für ihr Land machen - mit Argumenten der Regierung.
Den Auftakt der Kampagne bilden satirische Fernsehspots,
die zur besten Sendezeit den Israelis vorführen,
wie tumbe ausländische Journalisten die Wahrheit
verfälschen: Da läuft ein englischer Reporter
durch die Wüste und berichtet seinen Landsleuten,
dass das Kamel das Haupttransportmittel der
Israelis sei und auch von der Kavallerie genutzt
werde. Oder eine französische Korrespondentin
schildert dem Publikum das Leben inmitten ständiger
Explosionen, während im Hintergrund Bilder eines
Feuerwerks laufen. Am Ende erklärt eine sonore
Stimme: "Wenn du etwas dagegen tun willst, wie
Israel in der Welt dargestellt wird, dann gehe
auf die Webseite des Ministeriums für Aufklärung."
>>>
Israel startet
Image-Kampagne
- Israel ist ständig darum bemüht, sein Image
in der Welt zu verbessern. Dieses Bemühen ist
nicht von Erfolg gekrönt. Negativschlagzeilen
überwiegen: Die Gaza-Offensive „Gegossenes Blei“,
der mutmaßliche Mossad-Mord in Dubai, die neusten
Ausschreitungen in Hebron und Jerusalem – die
Liste ließe sich endlos fortführen. Im internationalen
Ausland schwindet das Ansehen Israels rapide.
Damit soll nun Schluss sein. In der vergangenen
Woche begann eine Kampagne, um dem jüdischen
Staat zu einem besseren Ruf zu verhelfen.
Und
wie soll das funktionieren? Jedes Jahr reisen
mehr als drei Millionen Israelis ins Ausland.
Die Reiselust seiner Bürger will der Staat nun
nutzen. Sie alle sollen Teil der Kampagne sein.
Sie alle sollen Botschafter sein. Am Ben-Gurion-Flughafen
in Tel Aviv erhalten ausreisende Israelis Broschüren,
in denen erklärt wird, wie im Ausland ein positives
Bild von Israel vermittelt werden kann. >>>>
Wer eine Reise tut, kann in Israel etwas erleben...
- Fatima -
Liebe FriedensfreundInnen, wie die meisten von
Euch wissen, wollte ich meinen Urlaub vom 22.
Februar bis zum 17. März in Palästina verbringen,
um den Menschen dort zu helfen. Da ich bei meiner
letzten Reise im Herbst 2009 keine Schwierigkeiten
bei der Ein- und Ausreise in Tel Aviv hatte,
rechnete ich bei meiner 2. Reise auch nicht
mit größeren Problemen. Es sollte aber leider
anders kommen: Am 22. Februar erreichte ich
gegen 19 Uhr den Flughafen Ben Gurion. Bei der
Passkontrolle antwortete ich auf entsprechende
Fragen, warum ich nach Israel gekommen sei,
dass es mir hier gut gefallen habe und ich jetzt
noch mehr interessante Orte wie Haifa, Akko
und das Tote Meer aufsuchen wolle. Ich wurde
in ein Wartezimmer geschickt, wo ich ca. 1 Stunde
verbrachte. Schließlich rief mich ein Mann in
ein Zimmer und stellte mir viele merkwürdige
Fragen. Ich sagte ihm das gleiche, aber er schien
mir nicht zu glauben. Er sagte mir auch, wenn
ich ihn anlügen würde, würde er mich zurückschicken.
Er fragte mich u. a., ob ich auch in die Westbank
wolle und hier Bekannte hätte. Schließlich stellte
er mir auffallend viele Fragen über ISM, d.
h. die Organisation, bei der ich als Volontärin
tätig sein wollte. ("Are you a part of ISM",
"are you in touch with ISM", "do you know ISM"
usw.) Ich verneinte natürlich und nichts in
meinen mitgebrachten Sachen, die zu der Zeit
noch gar nicht kontrolliert waren, wieß mich
als Palästina-Sympathisantin aus. Der Verdacht
liegt daher sehr nahe, dass Israel meine an
ISM geschickten emails abgefangen hat. >>>
Mazin Qumsiyeh:
"Die israelische Armee ist hinter mir her" -
Eskalation der israelischen Repression in Palästina
- Die israelische Armee marschierte in der Nacht
des 2. März in Mazin Qumsiyehs Viertel in Beit
Sahour ein, einen Vorort von Bethlehem. Sie
holte seine Mutter aus dem Schlaf, seine Frau
und seine Schwester. Schwer bewaffnete Soldaten
riegelten während dieser "Operation" Straßen
ab. Als seine Familie die Tür öffnete, verlangten
sie Mazin Qumsiyeh zu sehen. Ihnen wurde gesagt,
dass er in die USA gereist sei. Hier antwortet
er auf die Fragen von Silvia Cattori. (Englisches
Original unter www.silviacattori.net/article1130.html,
deutsche Übersetzung: Anis Hamadeh) Mazin Qumsiyeh
ist ein unermüdlicher Aktivist für die Menschenrechte
in Palästina. Er kehrte in sein Heimatdorf Beit
Sahour in der von Israel besetzten Westbank
zurück und unterrichtet an den Universitäten
von Bethlehem und Birzeit. Zuvor unterrichtete
er an den Universitäten von Tennessee, Duke
und Yale. Er ist Präsident des "Palestinian
Center for Rapprochement Between People" in
Beit Sahour, einem Vorort von Bethlehem. Qumsiyeh
ist Autor von "Sharing the Land of Canaan: Human
Rights and the Israeli-Palestinian Struggle"
(2004) und sowohl ein Menschenrechtsaktivist
als auch ein Wissenschaftler mit einer langen
Liste von Publikationen im Fach Genetik.
Silvia Cattori: Es heißt, dass Israel mit Härte
gegen gewaltlose Proteste vorgeht. Können Sie
etwas zum Hintergrund dieser Situation sagen?
Mazin Qumsiyeh: Den zivilen gewaltlosen
Widerstand gegen das zionistische Kolonialprojekt
in Palästina gibt es schon länger als 120 Jahre.
Er steigerte sich unter der britischen Besatzung
zwischen 1917 und 1947. Noch bedeutender wurde
er unter der unmittelbaren zionistischen Besatzung
von 1948 bis heute. Die sichtbarsten Ereignisse
dieser Art fanden zum Beispiel in den Aufständen
zwischen 1987 und 1991 statt, als friedliche
Demonstranten einer Politik des Beine Brechens
ausgesetzt waren, der Schießereien, Häuserzerstörungen
und anderem. Mit der faktischen Beendigung des
bewaffneten Widerstands 2006, als die Hamas
im politischen Prozess aktiv wurde und zu den
anderen Haupt-Gruppierungen trat, verblieb der
zivile oder Volkswiderstand als einzige Form
des Widerstands, die dem Status Quo der endlosen
Besatzung bedrohlich werden konnte. Daher verstärkten
die israelischen Behörden den Druck auf alle
Formen des zivilen Widerstands. Sie verhafteten
Dutzende der führenden Aktivisten, drangsalierten
und schlugen weitere Aktivisten, und in mehreren
Fällen verletzten und töteten sie friedliche
Demonstranten. >>>
Bündnisse,
Morde, Karrieren: Wie Israel versuchte, die
Hamas auszuschalten -
Anfang September 1997 ließ sich Benjamin Netanjahu
einen besonderen Film vorführen. Danny Jatom,
der Chef des israelischen Geheimdiensts Mossad,
präsentierte seinem obersten Dienstherrn eine
Folge von Szenen, die in den Straßen von Tel
Aviv gedreht waren. Sie zeigten einen simulierten
Mordanschlag auf Chaled Meschal, den Leiter
des politischen Büros der Hamas in der jordanischen
Hauptstadt Amman… - Adam Shatz - Im Juli
und August 1997 waren 21 Israelis bei Selbstmordanschlägen
der Hamas umgekommen. Netanjahu wollte Vergeltung.
Das mochte zwar den Friedensprozess mit den
Palästinensern gefährden, aber den israelischen
Ministerpräsidenten störte das weniger. Der
Chef der im Mai 1996 gewählten Likud-Regierung
war – wie die Hamas – ein Feind der Oslo-Verträge,
die sein Vorgänger Jitzhak Rabin mit der PLO
ausgehandelt hatte. Netanjahu hatte die Lösung
nach der Formel “Land gegen Frieden” mit dem
Münchner Abkommen von 1938 und der Appeasementpolitik
gegenüber Hitler verglichen.
Aus zwei Gründen hatte Netanjahu aus der Liste
möglicher Attentatsziele ausgerechnet Meschal
ausgewählt. Erstens stand er im Verdacht, die
Serie der Selbstmordattentate koordiniert zu
haben, und zweitens war er ein Hamas-Politiker,
der die Positionen seiner Organisation wirksam
darstellen konnte, sozusagen im westlichen Anzug
statt im Gewand des Klerikers. Paul McGeough,
der die Geschichte rekonstruiert hat, fasste
das Kalkül der israelischen Seite so zusammen:
“Meschal war als künftiger Führer der Hamas
zu glaubwürdig, wenn nicht gar überzeugend.
Er musste ausgeschaltet werden.”(1) >>>
Israelische Manipulation -
The Israel Project's 2009 Global
Language Dictionary
The Israel Project's 2009 Global Language Dictionary
-
Israels Krieg gegen Protest -
Jonathan Cook -
Das israelische Gericht gab
in dieser Woche die Order heraus,
zwei Ausländerinnen, die von der
Armee in der Westbank verhaftet
worden waren, zu entlassen. Vor
diesem weitgehend scharfen Vorgehen
Israels gegen gewaltfreien Protest
von internationalen, israelischen
und palästinensischen Aktivisten
warnen Menschenrechtsanwälte. Die
nächtliche Verhaftung der beiden
Frauen in der palästinensischen
Stadt Ramallah wirft
ein Schlaglicht auf neue Taktiken
von israelischen Beamten: sie
benützen die Einwanderungspolitik,
um ausländische Unterstützer der
Palästinenser zu deportieren. Ein
Tschechin wurde letzten Monat deportiert,
nachdem sie in Ramallah von
einer Spezialeinheit ergriffen wurde,
die unter dem Namen Oz bekannt ist.
Ursprünglich war sie dafür gedacht,
Gastarbeiter zu verhaften >>>
Weitere Angriffe gegen Reporter
in der Westbank
- Saed Bannoura,
Imenc & Agencies, 11.2.10
-
Palästinensische
Berichterstatter, die entweder für
lokale oder internationale Agenturen
arbeiten, wurden wiederholt
Ziele von Angriffen der israelischen
Armee, aber in letzter Zeit nehmen
diese Angriffe sehr zu und führen
zu Verletzungen, Schaden an der
Ausrüstung. Und sie werden daran
gehindert, ihre Aufgaben zu erfüllen.
Während der letzten zwei Tage
wurden drei palästinensische Reporter
angegriffen und verletzt, während
sie aus dem Shufat-Flüchtlingslager
in Jerusalem berichteten, als die
Armee dieses überfiel. Zwei von
ihnen arbeiteten für die Al-Quds-Zeitung
– Ata Oweisat und Mahmoud Oleyyan
- und Ahmad Garabely für die
französische Presse-Agentur. Die
Soldaten versuchten, auch ihre Kameras
zu zerstören. Soldaten griffen auch
Diala Jweihan an, eine Reporterin,
die für al-Quds-Net arbeitet und
CNN-Fofograf Karim Khader. Die beiden
berichteten auch über das Shufat-Lager.
Jweihan wurde von einer (concussion)
Granate im Rücken getroffen.
Sie verlor das Bewusstsein und wurde
zum Al-Maqassed-Krankenhaus in Jerusalem
gebracht. Sie litt an Verbrennungen
am Rücken, Arm und Oberschenkel.
CNN-Cameraman Karim Khadeer wurde
von einer mit Gummi ummantelten
Kugel getroffen. .. Mehrere Reporter
wurden mehrfach bei Armee- Invasionen
in Burin, südlich von Nablus getroffen.
Soldaten griffen acht weitere
Reporter gewalttätig an. ….
Das palästinensische Journalisten-Forum
äußerte sich wütend gegenüber den
israelischen Angriffen auf die Reporter
und die andauernden Verletzungen
ihrer Rechte. Das Forum rief das
Internationale Journalisten-Forum,
Menschenrechts- und juristische
Gruppen an , sie möchten doch intervenieren,
dass man mit der Gewalt und den
Angriffen gegenüber den Reportern
aufhören möge.
Quelle
(dt.
und geringfügig gekürzt: Ellen Rohlfs)
ZAPP: Zensierte Bilder - Die Propagandaschlacht
im Gaza-Krieg
A pro-Israel group's
plan to rewrite history on Wikipedia
-
Electronic Intifada - A pro-Israel
pressure group is orchestrating
a secret, long-term campaign to
infiltrate the popular online encyclopedia
Wikipedia to rewrite Palestinian
history, pass off crude propaganda
as fact, and take over Wikipedia
administrative structures to ensure
these changes go either undetected
or unchallenged. more
Israels Armee ist nicht jüdisch
- Dror Feiler ist Vorsitzender der
”European Jews for Just Peace”.
- Dror Feiler: Stat und Volk
werden gleichgesetzt um eine seriöse
Untersuchung zu verhindern - Dem
israelischen Außenminister Avigdor
Lieberman zufolge hat Schweden ein
großes Problem, das behoben werden
muss: Die Freiheit der Meinungsäußerung.
Israel möchte dabei behilflich sein
mit der Forderung, dass die schwedische
Regierung sich von ihren eigenen
Pressefreiheitsgestzen distanziert
durch die Verurteilung eines Artikels
im Aftonbladet vom17. August. Darin
wird über Verdächtigungen berichtet,
welche die israelische Regierung
und die israelische Armee bestreiten.
Israel bestreitet aber auch, dass
es über Atomwaffen verfügt, dass
es weißen Phosphor gegen die Zivilbevölkerung
eingesetzt hat, und dass es Palästinenser
als menschliche Schutzschilde verwendet.
Damit will ich nicht sagen, dass
alle Anschuldigungen gegen Israel
berechtigt sind, sondern dass man
das reflexmässige Verleugnen seitens
der israelischen Regierung mit Vorsicht
geniessen muss. Der beste Weg, um
herauszufinden, ob es eine Grundlage
für die Vorwürfe gibt, ist ihnen
auf den Grund zu gehen. Je früher,
desto besser. >>>
The Israel Project
- The Israel
Project (TIP) is an international
non-profit organization devoted
to educating the press and the public
about Israel while promoting security,
freedom and peace. The Israel Project
provides journalists, leaders and
opinion-makers accurate information
about Israel. The Israel Project
is not related to any government
or government agency. Our team of
trusted Middle East experts and
former reporters provides journalists
with fact sheets, backgrounders
and sources. TIP regularly hosts
press briefings featuring leading
Israeli spokespeople and analysts
that give journalists an opportunity
to get information and answers to
their questions face-to-face. By
providing journalists with the facts,
context and visuals they need, TIP
causes hundreds of millions of people
around the world to see a more positive
public face of Israel. This helps
protect Israel, reduce anti-Semitism
and increase pride in Israel. >>>
Israelisches Außenministerium im
Internet - Das israelische Außenministerium
finanziert professionelle Kommentarschreiber,
die in internationalen Medien, wie
z.B. in Facebook, Blogs und "linken
Websites" posten ,
um die Regierungspolitik Israels
zu verteidigen. In einem gestern
erschienenen Artikel auf Hebräisch
auf der Website der Zeitung "Yediot
Akhronot" wurde das neue Programm
des israelischen Außenministeriums
für die Erweiterung des Propogandakampfes
im Ausland, hauptsächlich in Europa
und den USA, dargestellt. Laut dem
Zeitungsbericht wurde dutzenden
Stundenten und Ex-Soldaten ein Büro
zur Verfügung gestellt um Kommentare
in verschiedenen Blogs, Nachrichten
Websites, Foren, Twitter, Facebook
und auch in "linke Websites" zu
schreiben, die die aktuelle Positionen
der israelischen Regierung erklären
und verteidigen. Auf die Frage,
ob die Kommentarschreiber, die im
Projekt arbeiten, sich als "normale
Internetbenutzer" ausgeben würden,
hat der Projektsleiter geantwortet:
"Klar. Unsere Leute werden nicht
sagen 'Hallo, ich bin von der Hasbara
(Propoganda) Sektion des israelischen
Außenministeriums und ich wollte
dir sagen, dass >>>
Selbstkritik statt Schlagabtausch
im Nahostkonflikt
- Palästinensische und israelische
Nichtregierungsorganisationen hinterfragen
die Berichterstattung - Einseitig
oder ausgewogen? Immer wieder erhitzt
diese Frage die Gemüter, wenn es
um die westliche Berichterstattung
über den israelisch-palästinensischen
Konflikt geht. Doch wie steht es
mit den Medien vor Ort? Dieser Frage
gehen eine palästinensische und
eine israelische Nichtregierungsorganisation
nach: «Miftah» in Ramallah und «Keshev»
in Westjerusalem. - Hubertus Ecker
>>>
Kurze Papst - Medien - Nachlese
- André Marty berichtet >>>
Stop the Press! This is what Israeli
Democracy Looks Like
-
Nima Shirazi - Last Tuesday, prominent
Israeli journalist Amira Hass was
arrested by Israeli authorities
upon entering Israel from Gaza.
Hass, a correspondent for the daily
Ha'aretz, had been living and working
in Gaza for months, reporting on
the lives of Palestinians and revealing
many devastating truths about the
brutalized and besieged community.
Journalists are forbidden to enter
Gaza, upon orders from the Israeli
military. Clearly, where there are
reporters, there may be reports.
Where there are reports, there may
be knowledge. And when there is
knowledge, especially about the
Israeli policy of constant aggressive
oppression of the Palestinian people,
there is sure to be outrage. Truth
and dissent are the eternal enemies
of history's oppressors, therefore
it is no surprise that Israel wishes
to suppress knowledge and publicity
of its own indefensible actions
>>>
Tag der Presse - Unfreiheit
- André Marty berichtet - Na, heute
schon die Zeitung zum Sonntag geholt,
geblättert, die eine oder andere
Geschichte gelesen? Oder hatten
Sie’s eher mit der tagesschau gestern
abend, vielleicht gar mit ein bisschen
Hintergrund-Informationen aus dem
Radio. Ja? Na, dann schätzen Sie
sich glücklich, glücklich mit der
Presse-Freiheit bei Ihnen zu Hause.
Denn zum ersten Mal in der Geschichte
der kontinuierlichen Erhebung der
Pressefreiheit ist ebendiese Freiheit
der Medien, zu schreiben, sagen
und fragen, was journalistisch wichtig
erscheint, in sämtlichen Regionen
der Welt eingeschränkt worden. >>>
Freedom of the
Press 2009 Survey Release
>>>
Washington
calling
-
André
Marty berichtet - „Hi, is this André?“,
fragt eine leicht aufgedrehte Stimme.
„Yes, it’s me“. „Oh, the Blogger!“
-- Oh, oh. Der Anruf kommt aus Washington
DC. Am Draht ist Deborah Lichentin.
Deborah ist für die Europa-Angelegenheiten
des Israel Project zuständig. Eine
Lobby-Organisation, die der Welt,
insbesondere aber Nahost-Journalisten,
ihre Sicht der israelischen Dinge
andient.
The Israel Project >>>
Der Google - Krieg
- André Marty berichtet - Der Krieg
geht in die nächste Runde. Nach
der „Army of Blogger‘s“ gerät jetzt
Google ins Schussfeld - respektive
soll das Blickfeld auf Google etwas
entschärft werden. Googlen Sie doch
mal Israel, am besten die Bild-Suchfunktion:
In der Schweiz kriegen Sie geschätzte
30 Millionen Treffer. Doch nicht
die Menge macht’s, wie so häufig.
Googlen Sie nämlich in den USA den
Begriff „Israel“, dann kriegen Sie
ganz ganz viele unschöne Bilder
aus dem jüngsten israelischen Gaza-Krieg
zuoberst in der Hitliste. Bilder
vom Tot. Das soll sich ändern, findet
das israelische Generalkonsulat
in New York. Und so hat der für
die israelische PR zuständige New
Yorker Konsul auch schon bei Google
protestiert.
Zensur, Gefängnis, Folter -
Von Peter Kleinert - Nach Ausbruch
der ersten Intifada wurde die kleine
jüdisch/arabische Wochenzeitung
Derech Hanitzotz/Tariq Al Sharara
verboten, die Redaktionsräume wurden
zerstört. Einige der JournalistInnen,
Juden wie Araber, wurden zeitweise
festgenommen
Weißer Phosphor, keine Bilder
-
Sabine KebirDie Live-Übertragungen
der US-Sender CBS und ABC von den
Schlachtfeldern des Indochina-Krieges
Ende der sechziger Jahre haben weder
die amerikanische Bevölkerung noch
die Weltöffentlichkeit darin bestärkt,
den Siegeswillen der damaligen Regierung
Nixon zu teilen. (…) Diesmal nun
hat Israel beschlossen, überhaupt
keine Reporter ins Kriegsgebiet
zu lassen, um so die weltweite Information
und Debatte einigermaßen steuern
und die Version vom "verzweifelten
Verteidigungskrieg" verbreiten zu
können. In Deutschland spielten
viele Medien, allen voran die öffentlich-rechtlichen
ARD und ZDF, in den ersten beiden
Kriegswochen auch brav mit: (…)
"Al Djasira" sendet - und zwar live
Der
Krieg, die Lobby und die Wa hrheit
The Israel Project
André Marty berichtet - Schon von
„The Israel Project“ gehört?
Nein? Dann sind Sie kaum ein Nahost-Korrespondent.
Denn „The Project“ hätte Sie längst
gefunden. Diese Nicht-Regierungsorganisation
hat sich gemäss eigenen Worten „devoted
to educating the press and the public
about Israel while promoting security,
freedom and peace.“ Und die Jungs
und Mädels vom "Project" haben durchaus
ein gewisses Sendungsbewusstsein
>>>
14.1.2009 -
Der mediale Krieg
- Die
Machthaber wussten sich schon zu
Zeiten von Alexander dem Großen
der Macht der Medien zu bedienen.
Schon Alexander der Große wusste
über die Macht der gelenkten Berichterstattung.
Noch heute werden über "den großen
Feldherren" etliche Filme gedreht.
Youtube als Propagandakampfplatz
- das ist ein neuer Schauplatz im
Medienkrieg. Anfang der Woche strahlte
der TV-Sender France 2 ein Video
aus, das angeblich die Opfer eines
israelischen Angriffs Anfang Jänner
zeigte. In Wirklichkeit handelte
es sich um Bilder, die bereits 2005
entstanden und die Folgen einer
durch einen Unfall ausgelösten Explosion
zeigten. France 2 musste eingestehen,
einem Propagandavideo aufgesessen
zu sein. Der gleichen Mittel bedient
sich natürlich auch die zweite Kriegspartei.
Auf youtube finden sich unzählige
Beispiele, in denen Israel den Eindruck
zu vermitteln versucht, einen sauberen
und präzisen Krieg zu führen.
Psychotricks demoralisieren den
Gegner
- Aus
Aschkelon berichtet Ulrike Putz
-
Sie
kapern die Funk- und Radiowellen
des Gegners, verbreiten Falschmeldungen,
verführen zum Verrat: Israel und
die Hamas greifen im Krieg tief
in die psychologische Trickkiste.
Lügen und Betrügen ist die Waffe,
mit der die Moral des Feindes untergraben
werden soll.
Willkommen im Wahrheitsministerium
Jerusalem Wie Israels "Spin-Doktoren"
unter Ausblendung historischer Zusammenhänge
Realität konstruieren
- Von
John Bunzl: Versuch einer Gegendarstellung
in Erwiderung auf Botschafter Ashbel
("Die 'Humanität' der Hamas", 9.
1.).
Stell dir vor es ist Krieg, und
einer geht auch nach zwei Wochen
noch hin
- André
Marty berichtet - (...) Die Jahre
vor Ort bieten auch ein sehr praktisches
Privileg: zwischendurch zieht’s
mich nachts für ein paar Stunden
nach Hause zu Frau und Kind in Tel
Aviv. Mein Kameramann beharrt auf
der Fahrt darauf, seine mitgebrachte
CD zu hören – Spiel mir das Lied
vom Tod. Eine deutsche Kollegin
fährt im Höllentempo ins Hotel und
beschallt sich mit Vivaldi - damit
sie nicht laut weinen müsse. Alle
haben wir unsere Mechanismen, wie
wir mit dem Schrecken zurande kommen.
Alle wissen wir, dass ein anderer
nach Hause kommt als jener, der
in den Krieg gezogen ist.
Stell dir vor es ist Krieg – und
einer geht auch nach zwei Wochen
noch hin.
Der Kampf um die öffentliche Meinung
- Israel will ein weiches Bild vom
Gaza-Krieg zeichnen
- nach
dem Beschuss einer Schule und zahlreichen
zivilen Toten fällt dies schwer
- Zwei Wochen nach Beginn der israelischen
Militäroffensive im Gaza-Streifen
gegen die Hamas hat sich noch immer
kein ausländischer Journalist ein
eigenes Bild von der Kampfzone machen
können. >>>
Gegen Sprach-Weichspülmaschinen
- Amira Hass - Was für ein
Glück, dass meine Eltern
tot sind! Damals, 1982,
konnten sie das Geräusch
der israelischen Kampfflugzeuge
nicht ausstehen, die über
die palästinensischen Flüchtlingscamps
im Libanon flogen. Das Kreischen
eines Flugzeugs erschreckte
sie in ihrem Haus in Tel
Aviv. "Wir müssen nicht
sehen, was passiert, um
zu wissen, was passiert",
sagten sie. So war das damals.
Und was jetzt, wenn sie
von mir erfahren hätten
von der zwei Jahre alten
Sham, die behände auf den
Tisch klettert, um ihrer
Schwester beim Malen im
Notizbuch zuzusehen; von
dem fünf Jahre alten Tayyib
mit der Lücke zwischen seinen
Schneidezähnen, die sich
zeigt, wenn er lächelt;
von der sechs Jahre alten
Carmel mit dem Bilderbuch,
das sie liebt? Die Welt
explodiert rund um diese
Kinder, wieder und wieder,
nur fünf oder zehn Meter
entfernt von ihnen.
»Rundschau hat Antikriegsproteste
kleingeschrieben«
- Teilnehmerzahlen
von Friedensdemo runtergerechnet.
Deutsche Medien an der Seite Israels.
Gespräch mit Hans Christoph Stoodt
Die verschwundenen Grafiken - Das
israelische Außenministerium als
Roßtäuscher überführt
- Thomas
Immanuel Steinberg
-
In einem Dokument mit dem Titel
"The
Hamas terror war against Israel"
liefert das israelische Außenministerium
selbst den anschaulichen, schlagenden
Beweis für den guten Willen von
Hamas während der Waffenruhe
>>>
Die "Moral"
von der Geschichte
- Peter Bürger
- Anmerkungen zum einseitigen Pro-Israelismus
in der Politik >>>
Mittags ist Mordpause -
Karin Leukefeld -
Bombardierung einer UN-Schule in
Gaza mit falschem Videomaterial
verteidigt >>>
Mukata - Hausverbot
- André
Marty berichtet - Al-Jazeera - Korrespondent
Walid Al-Omary, als er noch in die
Muqata in Ramallah durfte Nein,
sie haben’s gar nicht mit der freien
Meinungsäusserung. Oder wenigstens
der Berichterstattung. Seit ein
paar Wochen nicht einmal mehr mit
dem Zuhören lassen an Medieninformationen.
Die Kollegen von Al Jazeera erhalten
seit zwei Wochen keinen Zugang mehr
zur Mukata, dem offiziellen Regierungssitz
des palästinensischen Präsidenten
Mahmoud Abbas in Ramallah. Hausverbot,
ohne Begründung, ohne Warnung –
halt, das gilt’s zu korrigieren:
Seit einigen Momanten werden die
Büros von Al Jazeera in Ramallah,
aber auch der palästinensischen
Fernseh-Nachrichtenagentur Ramattan
immer wieder von Abbas' Sicherheitskräften
durchsucht, die Journalisten und
Techniker an der Arbeit gehindert.
>>>
Der Journalist und der Pogrom
- André Marty berichtet - In der
Journalistenschule wird die Frage
ziemlich am Anfang der “Einführung
ins Handwerk” gestellt: "Sie kommen
als Reporter zu einem Unfall. Greifen
Sie ein, helfen den Verletzten,
organisieren die Rettung, oder rapportieren
Sie ohne einzugreifen?“ Avi Issacharoff
hat in Hebron nicht lange gezögert.
>>>
Israeli, Palästinenser und die Pressefreiheit
Israeli, Palästinenser und die Pressefreiheit
- Es gibt wieder mal Prügel, mächtig
Prügel. Nein, nicht die Blog-Prügler
sind gemeint, sondern die Prügler
der Medienfreiheit. Elf Journalisten
und Kameraleute werden im besetzten
Westjordanland und im Hamas-kontrollierten
Gaza-Streifen verhaftet. Von den
dem palästinensischen Präsidenten
Mahmoud Abbas unterstellten Sicherheitsdiensten
im Westjordanland, von den Hamas-Sicherheitsdiensten
im Gaza-Streifen. - In Bethlehem
wird Aqsa-TV-Kameramann Osaid Amarneh
gezwungen, einen Fackel zu unterschreiben,
wonach er nicht mehr für die TV-Station
arbeiten werde - In Qalikilia wird
AP-Kameramann Mohamed Omar Athbeh
verhaftet von Abbas’ Sicherheitskräften.
Ohne Anklage sass er vom 8. Mai
bis Juni im Gefängnis - Hamas verhindert
die Berichterstattung über Proteste
in der Al-Azhar Universität in Gaza.
- Hamas verhaftet drei Freelance-Journalisten
im Gaza-Streifen, beschlagnahmt
ihre Laptops, Kameras und Mobil-Telefone
- In Hebron verprügeln radikale
extremistische jüdische Siedler
gleich drei Pressefotografen von
Reuters, AP und Agence France Press.
In Qalkilia attackieren fanatische
Siedler eine Kameracrew von Al Watan.
- Al Jazeera-Kameramann Hasan Teeti
wird von israelischen Soldaten mit
Gummi-Schrott beschossen, als er
Palästinenser bei der Olivenernte
bei Kofur Qadoum filmt „We are with
the Freedom of the Press“, stand
auf Plakaten in Gaza zu lesen, Plakaten
aufgehängt von der Hamas.
Und dann hörst du sie nicht mehr
- André Marty
berichtet
- Das waren noch Sätze: „Ich schreibe
nicht für die Palästinenser, sondern
gegen die Besatzung.“ So kennen
viele Amira Hass, die Buchautorin
und Journalistin der Zeitung Ha’aretz.
So was hören sie gerne in Europa
– viel lieber als in Israel. Und
so hört man Hass in Israel seit
kurzem gar nicht mehr: Sie ist bei
Ha’aretz in einen unbezahlten einjährigen
Urlaub getreten, lautet die offizielle
Version. Die liberale Ha’aretz,
verhasst bei Siedlern und Rechten,
beliebt bei Liberalen, Links-Intellektuellen
und sonstigen Aufgeklärten, erlebt
zur Zeit einen eigentlichen Machtkampf.
Das Geld wird mit dem Schwesterblatt
The Marker, einer Wirtschafts-Tageszeitung,
verdient. Und die Werbekunden wollen
ihre Anzeigen nicht von Analysen
über die israelische Besatzung und
Palästinenser umrahmt wissen >>>
Der israelische Innen-Geheimdienst
Shin Bet foltert preisgekrönten
Journalisten
- John Pilger - Es ist höchste Zeit,
daß das Regime, das den Gaza-Steifen,
die Golan-Höhen, Ost-Jerusalem und
das Westjordanland besetzt hält,
von der Seite des Zeitenlaufs verschwindet.
Das verdeutlicht John Pilger in
seinem Beitrag für den Guardian
vom 2. Juli 2008: From triumph to
torture. Israel's treatment of an
award-winning young Palestinian
journalist is part of a terrible
pattern. Die Übersetzung besorgte
W.B. - Vor zwei Wochen überreichte
ich einem jungen Palästinenser,
Mohammed Omer, den Martha-Gellhorn-Preis
für Journalismus 2008. Der Preis
wird zur Erinnerung an die große
USA-Kriegskorrespondentin an Journalisten
verliehen, die Propaganda der Mächtigen
enthüllen, oder "Gefasel der Offiziellen",
wie es Gellhorn nannte. Mohammed
teilt sich den Preis von 5.000 Pfund
mit Dahr Jamail.
Erst
24jährig, ist er der jüngste Preisträger.
Im Text seiner Verleihungsurkunde
heißt es: Jeden Tag berichtet er
aus der Kriegszone, wo er selbst
auch ein Gefangener ist. Sein Heimatland,
Gaza, ist umzingelt, ausgehungert,
angegriffen, vergessen. Er ist ein
zutiefst menschlicher Zeuge einer
der großen Ungerechtigkeiten unserer
Zeit. Er ist die Stimme der Stummen
- Als Ältestes von acht Kindern
erlebte er, wie die meisten seiner
Geschwister getötet oder verwundet
oder zu Krüppeln gemacht wurden.
Ein israelischer Bulldozer zertrümmerte
sein Elternhaus, in dem sich die
Familie aufhielt, und verletzte
seine Mutter schwer. Und trotzdem,
so sagt der frühere holländische
Botschafter Jan Wijenberg, "ruft
er auf zur Mäßigung, drängt die
palästinensischen Jugendlichen,
nicht Haß zu hegen, sondern Frieden
mit Israel anzustreben >>>
Mißhandlung am Grenzübergang
- Mel Frykberg (IPS), Gaza-Stadt/jW
- Übergriff auf Mohammed Omer. Israel
erwägt »Zerstörung von Häusern«
>>>
When you shoot the messenger >>>
From
triumph to torture s
>>>
Award-winning
Palestinian reporter 'abused' by
Israeli security officers >>
Mohammed
Omer beaten unconscious >>>
Mohammeds
Homepage: "Rafah Today" >>>
A
pro-Israel group's plan to rewrite
history on Wikipedia
-
Report
- A pro-Israel pressure group is
orchestrating a secret, long-term
campaign to infiltrate the popular
online encyclopedia Wikipedia to
rewrite Palestinian history, pass
off crude propaganda as fact, and
take over Wikipedia administrative
structures to ensure these changes
go either undetected or unchallenged.
22.4.2008
Download
CAMERA's emails
[PDF - 2.7 MB]
Gesteuerte Realitäten
- Oliver Eberhardt
- Wie
im israelisch-palästinensischen
Konflikt versucht wird, Einfluss
auf die Berichterstattung zu nehmen
- Bilder, sagt man, sind eine Waffe.
Sie sind es, weil sie Meinung bilden,
in der internationalen Arena; Meinung,
die gebraucht wird, um in Zeiten
der Krise zwischen A und B die internationale
Unterstützung zu bekommen, die gebraucht
wird, um das Maximum für die eigene
Seite heraus zu holen. Und weil
Bilder und Berichte - auch Text
vermittelt in gewisser Weise Bilder
- in Zeiten von Massenmedien und
öffentlichem Druck viel zu wichtig
sind, um sie dem Zufall zu überlassen,
wird inszeniert, wo es nur geht,
und das oft so, dass es für Journalisten
schwer ist, heraus zu finden, wem
genau sie da gerade folgen >>>
Cameraman down -
- André
Marty - Kaffe hat er
mir gemacht.
Mit zwei Löffeln Zucker, stark wie
die Sau. Der Protest des Foreign
Correspondent, sich schon selber
einen Kaffe einschenken zu können,
liess er nicht gelten. „You’re our
guest, my friend.“ Das war vor drei
Wochen im Büro von Reuters in Gaza.
Jetzt ist er tot. Fadel Shana, 23jähriger
Kameramann, bei einem israelischen
Militärangriff umgekommen. Das Video
von seinem Tod ging um die Welt:
der Panzer feuert, die Kamera läuft
– dann wird’s schwarz. Fadel hat
seinen eigenen Tod gefilmt.
Videos zum Tod des Kameramanns Fadel
Shana’a
Wir sind unschuldig, wenn wir töten
-
DOKUMENT DER WOCHE
-
Yonatan Mendel über israelischen
Journalismus
-
In Israels Medien
ist es heute verpönt, von Gaza oder
der Westbank als "den besetzten
Gebieten" zu sprechen. Stattdessen
ist lediglich von "den Gebieten"
die Rede. Yonatan Mendel, ehemaliger
Korrespondent der Nachrichtenagentur
Walla , beschreibt in einem
Artikel für die Zeitschrift
London Review of Books (Ausgabe
vom 6. März 2008), wie israelische
Zeitungen und TV-Kanäle nicht nur
auf viele Euphemismen zurückgreifen,
sondern dank Disziplin und Selbstzensur
eine Realität widerspiegeln, die
es so nicht gibt.
Stecker raus - who cares
- André Marty -
Was sind wir schnell: Der Chinese,
Nordkoreaner, Myanmar, oder afrikanische
und arabische Despoten ritzen die
Pressefreiheit – und die Medienmeute
heult auf! „Zensur“, „Diktatoren-Gehabe“,
schlimmer noch „Menschrechts-Verletzer“,
schallt’s und hallt’s durch die
Redaktionen. Heute war’s wieder
mal Zeit für das kollektive Aufheulen
– eigentlich. Denn der grösste arabische
Fernsehsender „Al Jazeera“ wird
von einer Regierung boykottiert.
Keine Interviews mehr, Visa der
Journalisten sollen nicht mehr verlängert
werden. Denn „Al Jazeera“ berichte
einseitig, habe Bilder gestellt.
Schlimmer noch: "Al Jazeera" stifte
zum Terrorismus an. Schwere Vorwürfe,
die der Sender samt und sonders
zurück weist. Dennoch, die Regierung
friert ihre Kooperation mit dem
Sender ein.
Schiss, Herr Korrespondent
- André Marty
- Robben die in Israel abends
in den Bunker zum Schlafen, fahren
in der kugelsicheren Weste zur Arbeit?
Und die im Gaza-Streifen, wo's keine
Bunker und viel Willkür gibt? Wie
hältst du das aus, wenn neben dir
ein Kind von einer Granate zerfetzt
wird, wenn du im Krankenhaus filmst,
wie die Körperteile einzeln angeliefert
werden? Färbt eigentlich die Angst
vor dem nächsten Anschlag, vor dem
nächsten Luftangriff ab auf die
Arbeit, auf die Qualität der Berichterstattung
aus einem Krisengebiet? Ja, ja,
darüber redet sich’s ungern, Journalisten
schon gar nicht >>>
For German media, Gaza is not an
issue - Assaf
Uni -
MUNICH - No one mentioned
the Gaza Strip. The eight senior
reporters of Bayerischer Rundfunk
(Bavarian Broadcasting) sat Tuesday
facing Israel's ambassador to Germany,
Yoram Ben-Ze'ev. They asked him
about the special relationship between
the two countries, the conflict
with Hezbollah and Iran's nuclear
program.
Liebesbriefe
- André Marty
- Sie kommen wieder, die Liebesbriefe.
E-Mails, vor Emotionen triefend,
auf den Mann und selten die Sache
gezielt. Ware - aber nicht zwingend
wahre - Propaganda. Nach dem jüngsten
blutigen Anschlag in Jerusalem lanciert
die para-staatliche jüdische „Jewish
Agency“, zuständig für Immigration
von jüdischen Menschen nach Israel
und eine jüdisch-zionistischen Erziehung,
eine „Informationskampage. Dadurch
soll gemäss Medienmitteilung "der
Staat Israel und die Solidarität
mit seinem ständigen Kampf gegen
den Terrorismus unterstützt werden.“
Dazu wurden und werden die schockierenden
Bilder des Anschlags von Jerusalem
weltweit gezielt verteilt – und
zwar auf Wunsch von ganz oben. Denn
diese Kampagne wird unterstützt
vom Medienbüro Premierminister Olmerts,
dem Government Press Office. „Israel
hat beschlossen, Vorteile aus dem
blutigen Anschlag zu schlagen, und
eine aggressive Kampagne gegen Hamas
zu lancieren“, schreibt dazu die
grösste israelische Tagesszeitung,
„Yedioth Ahronoth“.
Über israelischen Journalismus
-
Yonatan Mendel
-
Vor einem Jahr bewarb
ich mich bei Maariv, einer
israelischen Zeitung um den Job
als Korrespondent
für die besetzten Gebiete. Ich spreche
arabisch und habe an palästinensischen
Schulen unterrichtet und an vielen
gemeinsamen jüdisch-palästinensischen
Projekten teilgenommen. Beim Interview
fragte mich der Boss, wie ich objektiv
sein könne. Ich hätte doch zu viel
Zeit mit Palästinensern verbracht;
ich sei doch zu sehr zu ihren Gunsten
ausgerichtet. Ich erhielt den Job
nicht. Mein nächstes Interview fand
mit Walla, Israels populärster Website,
statt. Dieses Mal erhielt ich den
Job und ich wurde Wallas Nahost-Korrespondent
. Bald verstand ich, was Tamar Liebes,
die Direktorin des „Smart Institute
of Communication“ an der Hebräischen
Universität meinte, als sie sagte:
„Journalisten und Verleger sehen
sich als Schauspieler innerhalb
der zionistischen Bewegung, nicht
als kritische Außenseiter.“
Getötete Kinder als Titelfotos -
Journalismus oder Propaganda?
-
Susanne Knaul - Nachricht
oder politische Inszenierung: Fotos
von getöteten Kindern sind Usus
in der Berichterstattung aus dem
Gaza-Krisengebiet. Wer macht die
Bilder?
Israels Media Watchdog "Keshev"
Kriegsberichterstattung auf dem
Prüfstand
- "War der Krieg nötig?" ,
fragt der Journalist und Historiker
Tom Segev in der Tageszeitung
Haaretz und meint damit den
Libanonkrieg von 2006 – Zwischentöne,
die in den israelischen Medien eher
selten zu vernehmen waren, so die
NGO "Keshev". Von Mona Sarkis
Herr Kollege, Carsten Kühntopp,
ARD Amman
- Andrè Marty - Carsten Kühntopp,
Du berichtest seit 2001 für den
ARD-Rundfunk aus dem Nahen Osten,
zunächst fünf Jahre aus Tel Aviv,
nun seit anderthalb Jahren aus Amman:
wo lebt sich's denn besser, in Israel
oder Jordanien? (...) Es war sehr
eigenartig: Je länger ich in Tel
Aviv lebte, desto weniger verstand
ich die Israelis und ihre Sicht
der Welt. Nie hat Israel den Marsch
in die besetzten Gebiete gestoppt,
bis heute nicht – obwohl ihnen das
immer nur noch mehr Gewalt und Unfrieden
gebracht hat. Im Laufe der Jahre
fiel es mir auch immer schwerer,
die Dinge zu trennen: Am Samstagvormittag
bin ich gerne die Strandpromenade
von Tel Aviv entlanggegangen. Aber
während ich zusah, wie junge Kerle
Beachvolleyball spielten oder ältere
Herrschaften beim Gordon-Schwimmbad
Volkstänze tanzten, musste ich immer
daran denken, welche Zustände ein
paar Kilometer weiter östlich unter
dem Regime der Besatzungsarmee herrschten.
>>>
Die Bilder im Kopf lassen sich
schwer überschreiben -
Gudrun Harrer - Nachfolgetagung
zur Nahost-Frauenkonferenz 2007
in Wien: Journalistinnen wehrten
sich gegen westliche Stereotype
- Eine Nachfolgetagung zur letztjährigen
großen Nahost-Frauenkonferenz brachte
in Wien Journalistinnen aus dem
Nahen Osten zusammen. Die arabischen
Frauen wehrten sich kräftig gegen
westliche Stereotype.
Ein höllischer Schrecken für
die Diktatoren - Die Journalistinnen
Randa Abul-Azm und Magda Abu-Fadil
im Standard-Interview über den Alltag
in arabischen Medien
- "Irgendein
Idiot" blockiert eine Webseite zu
Brustrekonstruktionen, arabische
Anchorleute wissen nicht, wann sie
ihre Meinung dazu sagen sollen:
Die Journalistinnen Randa Abul-Azm
und Magda Abu-Fadil sprachen mit
András Szigetvari über den Alltag
in arabischen Medien.
Medienarbeit im Konfliktgebiet -
„Welcome to Gaza, my friend“
-
Von Entführungen
und Morddrohungen bedroht sind Medienschaffende,
die in Palästina arbeiten. Immer
mehr News-Organisationen verzichten
deshalb auf Reisen in die palästinensischen
Gebiete. Aber auch der Staat Israel
schikaniert JournalistInnen. Von
André Marty
Faule Floskeln in Nahost
- Harald Staun - Bestechungsgelder,
eine Sammlung von Floskeln oder
Steine, die nur für die Kameras
als Inszenierung geworfen werden:
Die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung"
berichtet über das Buch des niederländischen
Journalisten Luyendijk, das das
Bild von der Arbeit der Nahost-Korrespondenten
erschüttert.
"Schon unser
Vokabular ist
parteiisch"
- Die
Nachrichtenindustrie
schafft eine
künstliche Medienwelt,
die nichts mit
der realten
Welt gemeinsam
hat, meint der
holländische
Auslandsreporter
Joris Luyendijk.
Der mediale Kampf um die Opferhaltung
-
Karin Wenger - In einer Krise wie
der anhaltenden zwischen Israel
und dem Libanon sind die Medien
Match-entscheidend im Ringen um
die öffentliche Meinung. Beide Konfliktparteien
versuchen sich als Opfer darzustellen.
Israels Pressestelle ist durch lange
Jahre der Konflikterfahrung in diesem
Versuch besonders geschickt.
Wir zielen auch auf Zivilisten
-
Idan Landau -
Die Ziele,
die die israelischen Waffen
im Visier haben, sind nicht
hehrer, als die der palästinensischen
Rohrbomben. Die Al-Sanabal-Fernsehstation
in Nablus hätte fast einen
Exklusiv-Bericht in dieser
Woche ausgestrahlt: die
Eliteeinheit der Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden
überfiel in der Küstenebene
einen israelischen Militärrüstungsbetrieb
und entdeckte dort ein raffiniertes
Waffenlabor. Die Waffen,
die dort konfisziert wurden,
schließen 300 Raketen für
Helikopter, 20 t Plastik-
Explosivstoffe, kugelsichere
Bulldozer und sechs Merkava
4 Panzer mit ein. Der Bericht,
der beinahe ausgestrahlt
worden wäre, bemerkte, dass
dies eine Strategiebalance
gegenüber dem Waffenlabor
wäre, das in Nablus bei
dem Militärüberfall entdeckt
wurde. Dort hätte das Militär
5 Rohrbomben, eine LAW-Rakete,
ein großes Sprengstoffgerät
und vier Säcke Dünger entdeckt,
die zum Bombenbau Verwendung
finden. Wie bemerkt, wurde
der Bericht nicht ausgestrahlt.
Nicht nur, weil Israels
Militärrüstungslabor gar
nicht entdeckt worden war,
sondern auch weil Al-Sanabel
außer Funktion gesetzt wurde.
Die IDF verhaftete den Stationschef
und konfiszierte seine ganze
Fernseh-Ausrüstung. Warum
überfällt die IDF Journalisten
und die Medienausrüstung?
Dies scheint eine irrelevante
Frage zu sein und
in der augenblicklichen
Situation fast unmoralisch.
Die Berichterstattung über den
Nahen Osten oberflächlich und
verzerrt -
Robert
Fisk - Journalisten im „Westen“
sollten sich großer Schuld
bewusst sein, weil vieles, was sich
im Nahen Osten abspielt, mit ihrer
Leichtgläubigkeit zu tun hat, die
als fiktive Version der Ereignisse
verkauft wird. Ihren ständigen Hinweis
auf einen „Zaun“ anstelle eine Mauer,
auf Siedlungen oder Wohngegenden
anstelle von (jüdischen) Kolonien,
ihre Beschreibung der Westbank als
„umstrittenes“ statt besetztes Gebiet,
hat eine oberflächliche Art des
Berichtes über den israelisch.-palästinensischen
Konflikt hervorgebracht.
Zensur,
Gefägnis, Folter - Pressefreiheit
– wie Israels Rgierung sie sieht“
- Peter Kleinert und
Michael Opperskalski
Journalisten in Kriegsgebieten
- Tödliche Grauzone
-
Angesichts immer komplexer werdender
kriegerischer Auseinandersetzungen
stellt sich seit langem die Frage
nach der Sicherheit von Journalisten
in Kriegs- und Krisengebieten. Es
ist eine tödliche Grauzone, in der
sich Journalisten und Medienarbeiter
immer wieder bewegen. Von Petra
Tabeling
Foreign Press Association
verurteilt Übergriffe auf palästinensische
Journalisten
Medienorganisation beklagt Übergriffe
israelischer Soldaten
Übergriffe auf Journalisten durch
die IDF und jüdische Siedler
«Brauchen Sie eine Idee für eine
Geschichte?»-
Journalistische Erfahrungen in Israel
und den besetzten Gebieten -
Wer als Journalist
aus den Konfliktzonen in Palästina
berichten will, bewegt sich ständig
auf heiklem Gelände. Was dies konkret
bedeutet, schildert im Folgenden
Karin Wenger.
Unerwünschte Bilder? - Israel
feuert auf Journalisten
- Wie
AP am Sonntag berichtete, feuerte
ein israelisches Kampfflugzeug in
der Nacht zum Sonntag im Gaza-Streifen
zwei Raketen auf ein klar markiertes
Fahrzeug der Nachrichtenagentur
Reuters. Dabei wurden 5 Menschen,
darunter zwei Journalisten, verletzt.
Brief
aus Israel 25.8.06 -
Das israelische Bildungsministerium
und die entsprechende Stellung beim
Militär haben vor, ihre Präsenz
an Sekundarschulen zu verstärken.
In der Presse wird von einigen vorgesehenen
Maßnahmen berichtet, z.B. bereits
in den 10. Klassen SchülerInnen
zu identifizieren, die weniger wahrscheinlich
bereit sein werden, ins Militär
einzutreten, und sie durch "erzieherisches
und militärisches Personal " zu
"begleiten".
13.08.06 - " Nicht
der Krieg, die Verbrechen, die Fotos
sind das schreckliche und
falsche "
- Oder auch: "das mit der demokratischen
Meinungsvielfalt werden wir schon
regeln".. ..
- Natürlich darf im Konzert
der Rechtfertiger dieses Krieges
Honestly Concerned (Sacha Stawski)
nicht fehlen. Liest man die neue
"Sonderausgabe", glaubt man, der
Überfall Israels, das töten, die
Vertreibung der Menschen, die Zerstörung
der Infrastruktur und Häuser sei
eine Erfindung der "Antisemiten
= Kritiker Israels".
(Wenn es sich jemand antun will,
die versandte Mailingliste ist noch
umfangreicher. Sie kann bei mir
angefordert werden)
Sonderseite Tragödie
in Kana - Wer manipuliert ?
11.7.2006
-
Seltsamerweise scheint es für einige
Leute akzeptabel zu sein, andere
Menschen umzubringen, jedoch - um
mit "Zapp" zu sprechen - "zynisch",
die Opfer der Öffentlichkeit zu
zeigen.
Arne Hoffmann
Die
entsprechende Zapp Sendung - Video
Da
wir gerade beim Thema sind:
Die
Opfer, die BILD bringt (1)
Die
Opfer, die BILD bringt (2)
(gefunden
bei
Arne
Hoffmann)
Pervers ist, was ein gewisses Netzwerk
aus diesen Meldungen macht. Da entstehen
mehr als fragwürdige Verschwörungstheorien:
"so
arbeitet ein
zynischer
Regisseur des Todes. "
Liest man dies, könnte man glauben,
nicht die Israelis zerstören den
Libanon, haben schon mehr als 1000
Menschen dort getötet. Es ist (wie
sie meinen) eine Inszenierung der
Hisbollah, hier vertreten durch
Salam Daherzehn. 'Wenn
sie den wenigstens schweigen würden,
die Verteidiger von Terror, Mord,
Zerstörung. Genüsslich
verlinkt auch in der sogenannten
"Achse der Guten" von Henryk M.
Broder:
10.8.06
-
Offenbar in dem Bestreben, die Folgen
des israelischen Angriffs auf den
Libanon als weniger fürchterlich
erscheinen zu lassen, kam es
in der islamfeindlichen deutschen
Bloggerszene in den letzten Tagen
immer wieder zu Unterstellungen,
bestimmte Berichte seien massive
israelfeindliche Medienmanipulationen .
- Arne Hoffmann
Warum Hohmann geht und Friedman
bleibt -
Arne
Hoffmann
Another Escalation from the Palestinians
- Israeli "Retaliation" and Double
Standards
- By
JONATHAN COOK
Israelisches Außenministerium
im Internet - Das israelische
Außenministerium finanziert
professionelle Kommentarschreiber,
die in internationalen Medien,
wie z.B. in Facebook, Blogs
und "linken Websites" posten,
um die Regierungspolitik Israels
zu verteidigen.
- In einem
gestern erschienenen Artikel
auf Hebräisch auf der Website
der Zeitung "Yediot Akhronot"
wurde das neue Programm des
israelischen Außenministeriums
für die Erweiterung des Propogandakampfes
im Ausland, hauptsächlich in
Europa und den USA, dargestellt.
Laut dem Zeitungsbericht wurde
dutzenden Stundenten und Ex-Soldaten
ein Büro zur Verfügung gestellt
um Kommentare in verschiedenen
Blogs, Nachrichten Websites,
Foren, Twitter, Facebook und
auch in "linke Websites" zu
schreiben, die die aktuelle
Positionen der israelischen
Regierung erklären und verteidigen.
Auf die Frage, ob die Kommentarschreiber,
die im Projekt arbeiten, sich
als "normale Internetbenutzer"
ausgeben würden, hat der Projektsleiter
geantwortet: "Klar. Unsere Leute
werden nicht sagen 'Hallo, ich
bin von der Hasbara (Propoganda)
Sektion des israelischen Außenministeriums
und ich wollte dir sagen, dass
...'. Sie werden sich auch nicht
zwangsläufig als Israelis ausgeben.
Sie werden schreiben wie normale
Internetbenutzer und ihre Kommentare
werden auch persönlich rüberkommen,
aber sie werden auf einer bestimmten
Linie von Botschaften basieren,
die das Außenministerium vorbereitet
hat". >>>
Israel baut eine Blogger-Armee
auf
- Ralf Müller - Nach dem Rückzug
aus dem Gaza-Streifen verlegt
sich das Land auf den Propaganda-Kampf.
Gesucht werden Blog-Krieger
in den Sprachen Deutsch, Französisch,
Spanisch und Englisch. Um die
Stimmen der “anti-zionistischen
Blogs” verstummen zu lassen
oder zumindest zu übertönen,
will die Regierung in Tel Aviv
eine Armee von Bloggern anwerben,
und zwar unter allen Ausländern,
die nach Israel immigrieren.
Deren Aufgabe wird von offizieller
Seite tatsächlich als Teil der
“Kriegsbemühungen” bezeichnet
>>>
Konspiration auf dem Kunstrasen
- Reframing 9/11
- Spaltung und Zerschlagung
einer Grasswurzelbewegung? -
Roland Heurig, Sabine Schiffer,
Karin M. Schmidl - Im Internet
ist eine notwendige, aber in
Teilen wenig sachliche Debatte
(1) über eine mögliche Unterwanderung,
Instrumentalisierung oder Spaltung
und Schwächung der sogenannten
Wahrheitsbewegung entbrannt.
Ausgelöst wurde die Debatte
durch Ereignisse rund um das
umstrittene Internet Video-Portal
secret.tv, welche die Frage
aufwerfen, ob hier seriöse Zeitkritiker
in ein falsches Licht gestellt
werden sollen. (2) Mit diesem
Artikel möchten wir die Diskussion
auf eine sachliche Ebene zurückführen,
um eine inhaltliche Auseinandersetzung
zu ermöglichen. Unser Ziel ist
es nicht, einzelne Personen
oder Plattformen anzugreifen,
sondern kontraproduktive Mechanismen
aufzuzeigen. >>>
Deutscher Journalist - lo, lo!
- André Marty berichtet -
Er kam zum Arbeiten. Eigentlich.
Martin Lejeune ist ein Journalist
des deutschen „Freitag“. Lejeune
wollte nach Gaza, zum Arbeiten;
Beiträge aus dem abgeriegelten
Küstenstreifen für seine Leserschaft
schreiben. Das tun Journalisten.
Eigentlich. Nicht so Martin
Lejeune. Das israelische Government
Press Office GPO verweigert
dem deutschen Kollegen die Akkreditierung.
Und ohne Akkreditierung kommt
keiner in den Gaza - Streifen.
>>>
How Israel’s Propaganda Machine
Works -
Dr. James
Zogby, Gründer und Präsident
des in den USA ansässigen „Arab
American Institute“ erläutert
im Folgenden die israelische
Medienpropaganda. Diese sei
genauso unverhältnismäßig wie
die Aggressionen im Gaza-Streifen.
14.1.2009
Feuer eröffnet - auf die Journalisten
- André Marty berichtet
-
Donnerstag, 15. Januar 2009
- Es knallt gegen 10 Uhr. Heute
morgen hat die israelische Armee
ein Medienhochhaus in Gaza-Stadt
bombardiert, zwischen der 12.
und 13. Etage ist die Bombe
eingeschlagen. Die israelische
Armee kennt die genauen Koordinaten
des Gebäudes. Und just heute
morgen telefoniert Reuters nochmals
mit den israelischen Militärs
– kurze Zeit später wird bombardiert
>>>.
Mehr als 100 Medien unterstützen
ROG-Appell an Israel
Weltweit haben
mehr als 100 Medien den internationalen
Aufruf von Reporter ohne Grenzen
(ROG) für einen freien Zugang
von Journalisten in den Gazastreifen
unterschrieben. >>>
Es besteht die Möglichkeit,
sich bei ALJAZEERA zu
informieren. Download
Livestation ,
um in hoher Qualität zu sehen
>>>
(U nter
„Channels“ auswählen + starten)
Mit verminderter Bildqualität
>>>
Der Nahost-Konflikt
und die Medien
-
Eine Kritik von
Dr. Viktoria Waltz*
(Universität Dortmund)
- Wussten Sie, dass
die deutschen Journalistlnnen
in der Region, natürlich
akkreditiert in
Israel, eine Verpflichtung
unterschreiben,
nichts gegen die
Interessen und die
Sicherheit Israels
zu schreiben? Ahnen
Sie, dass das einer
Selbstverpflichtung
zum Maulkorb gleichkommt?
... mehr >>>
Ein Journalist:
" Was alle Journalisten
hier unterschreiben
müssen ist, dass
sie der Sicherheit
Israels nicht schaden
und sich deswegen
den Zensurbestimmungen
unterwerfen.
Anti-israelisch
– pro-israelisch
– der Nahostkonflikt
in den deutschen
Medien
-
Dr. Bettina Marx
(...) die ausländischen
Berichterstatter
werden in Israel,
zumindest bei den
offiziellen Stellen,
gemeinhin als feindselig
und anti-israelisch
angesehen. Man wirft
ihnen einseitige
Parteinahme für
die Palästinenser
vor und mangelndes
Verständnis für
Israel, das von
einer feindlichen
arabischen Welt
umgeben sei und
sich in seiner schieren
Existenz bedroht
sehe.
Nahostberichterstattung
- Sabine Schiffer
- (pdf Datei) Eine
neutrale Analyse
zur Nahostberichterstattung
gibt es nicht. Während
etwa der Medientenor
behauptet, die Israelberichterstattung
sei vor allem antiisraelisch,
behauptet die Glasgow
University Media
Group genau das
Gegenteil. Beide
führen prägnante
Beispiele vor und
der Unterschied
liegt nicht darin,
dass in Großbritannien
die Berichterstattung
pro-israelisch,
in Deutschland pro-palästinensisch
ausfallen würde.
Und wie so oft stürzen
sich gleich bestimmte
Meinungsträger auf
das jeweils opportune
Ergebnis und trachten
damit ihre eigene
subjektive Position
zu belegen. Dies
entspricht dann
genau dem, was man
dem jeweils anderen
vorwirft, die Selektion
bestimmter Fakten
und deren Verallgemeinerung,
während gleichzeitig
andere Fakten aktiv
ausgeblendet werden.
ARD-Kameramann in Gaza wieder
frei
- Von der Hamas gefoltert -
Michael Hanfeld - Die ARD hat
bestätigt, dass ihr palästinensischer
Kameramann Sawah Abu Saif, der
am Samstag im Gazastreifen von
der Hamas festgenommen worden
war, in der Nacht zu Donnerstag
auf freien Fuß gesetzt worden
ist. Sein Zustand ist, wie der
Studioleiter der ARD in Tel
Aviv, Richard C. Schneider,
sagte, schlecht. Er befinde
sich nun im Krankenhaus. „Abu
Saif wurde während seiner Haft
gefoltert. Details möchten wir
aus Sorge um Abu Saif und seine
Familie nicht weiter nennen“,
sagte Schneider. „Abu Saif wurde
über die Arbeit der ARD ausgefragt.
Man wollte alles über die Mitarbeiter
und Korrespondenten wissen,
und warum die ARD ,so negativ'
über die Hamas berichte.
Feige - Hamas verschleppt ARD-Kameramann
>>>
Apartheid und die Mauer: Zwei
überwunden geglaubte WELT-ÜBEL
feiern Wiederauferstehung
Von
Rupert Neudeck
-
"..... Die
Kontrolle der Palästinenser,
aber auch der Besucher von außen
wird immer heftiger und ausgefeilter.
Übrigens auch auf dem neuen
Ben Gurion Flughafen Tel Aviv.
Das erste Mal werden wir ausdrücklich
nach den Info-Papieren gefragt,
die wir bekommen haben, nach
den Büchern, die wir nicht gekauft
sondern geschenkt bekommen haben.
Vor der Kontrolle des Koffers
fragt mich die nette Geheimdienstfrau
am Sicherheits-Check vor dem
Flughafen, wo ich die Papiere
von der UNRWA über das Disengagement
auf dem Gaza Streifen verpackt
habe, im Koffer oder im Handgebäck?
Ob wir alle Papiere in Israel
oder in den besetzten Gebieten
bekommen haben? „Nein“, sage
ich, weil ich ja auch einige
mitgenommen habe aus Deutschland.
Ob ich „Geschenke“ mitgenommen
habe? Ich sage: „Nein“. Dann
zieht das blutjunge Mädchen
ein Buch heraus. Ob ich die
in Israel gekauft habe? „Nein,
die hat mir die Ghada Zeidan
in Bethlehem gegeben. Es ist
ein Polittouristisches schönes
Buch über „Palestine and the
Palestinians“. Dann sagt die
Dame, als ich ihr erkläre, dass
ich das Buch nicht gekauft,
sondern bekommen habe: „Dann
ist das also doch ein Geschenk!“
Als ob es nicht zwischen dem
Kauf von Büchern und dem „Geschenk“
eine ganze Palette gäbe.
Kurz, man fahndet in Israel
jetzt auch nach Papieren und
Büchern und schaut die sich
genau
an, die man mitbekommen hat.
Das war auch der einzige Grund,
weshalb ich und andere in unserer
europäischen Delegation den
Koffer öffnen mussten.
Auch schändlich anzusehen, wie
ein sein ganzes Leben nur friedfertiger
Mensch wie der irische Ex-Kultusminister
Michael Higgins hochnotpeinlich
nach seiner Reise befragt wird
am Flughafen, wie ein kleiner
Junger steht er da vor einem
Mädchen, das penibel alles aufschreibt.
.....
Quelle
Hürden
und Lücken, Zensur und Selbstzensur
-
„Viele Zeitungen zeichnen ein
Schwarz-Weiß-Bild. Grautöne
kommen ebenso wenig vor wie
Hintergründe oder der Alltag
der Menschen. Für Positives
ist gar kein Platz.“ Der Entwicklungshelfer
Stefan ärgert sich über die
Art, wie deutsche Medien den
Nahostkonflikt darstellen. Seinen
Nachnamen will er nicht nennen.
Der Mittdreißiger hat in den
palästinensischen Gebieten die
Intifada erlebt, mit weit über
100 Tagen unter Ausgangssperre.
Bald begann er, in Rundbriefen
an Verwandte und Freunde das
zu berichten, was die Medien
seiner Meinung nach übersahen,
wegließen, ausblendeten. Keine
Hintergründe – und das, obwohl
sich in diesem Landstrich, so
groß wie Hessen, weltweit die
meisten Journalisten pro Quadratkilometer
tummeln, angeblich allein achthundert
feste Korrespondenten, die Sonderberichterstatter
gar nicht mitgerechnet. Der
Entwicklungshelfer lobt die
Berichterstattung der Neuen
Zürcher Zeitung. Deren Korrespondent
hat seinen Standort allerdings
in Zypern und deckt den gesamten
Nahen Osten ab. Keine Seltenheit.
Korrespondenten betreuen mehrere
Länder und sind oft nur für
wenige Stunden am Ort, über
den und dessen Bewohner sie
schreiben. Viele sprechen die
Landessprachen, wenn überhaupt,
nur unzureichend, so die Erfahrung
von Stefan. Und kein ausländischer
Journalist wohne in den palästinensischen
Gebieten, nicht einmal in Ost-Jerusalem.
„Wie will da ein Journalist
Ahnung vom Alltag der Palästinenser
haben? Von Ausgangssperren,
Razzien, Kontrollpunkten, Invasionen
des Militärs?“ Diesen Alltag
kennen – und da dürften sie
eine Ausnahme unter den nichtarabischen
Journalisten sein – zwei Israelis.
Amira Hass, die im palästinensischen
Ramallah lebt, sowie Gideon
Levy, Sohn von Holocaust-Uberlebenden.
....
mehr >>>
Der
Bock als Gärtner - Israels Pressefreiheit
gerät in Verruf
- Wenn
aber der Beamte, der die Aufgabe
hat, den ausländischen Medien
ein Bild von Israel zu vermitteln,
diese erwähnten Meinungen nicht
bloß teilt, sondern tatkräftig
verbreitet, wird es ernst. Denn
es schadet Israel. Der fragliche
Mensch heißt Danny Seaman und
ist Pressesprecher der Regierung.
Das Interview, das Seaman kürzlich
der Wochenzeitung "Kol Ha'ir"
gab, könnte als Anleitung in
der Kunst dienen, wie man sich
Feinde schafft und an Einfluß
verliert. Seaman scheint wie
besessen von einem tiefen Haß
und noch tieferer Verachtung
für die ausländischen Medienvertreter,
mit denen zusammenzuarbeiten
doch seine Aufgabe wäre.
Wenn das Vorgehen der israelischen
Armee und eines Teils der Siedler
in den besetzten Gebieten in
Medienberichten nicht immer
gut wegkommt, so liegt das nach
Seamans Auffassung daran, daß
die ausländischen Fernsehstationen
in Jerusalem gezwungen werden,
palästinensische Mitarbeiter
einzustellen. Diese würden bestimmen,
was gesendet wird. Seaman prangert
speziell Associated Press und
Reuters an, die, zu seinem Verdruß,
"Millionen von Menschen in der
ganzen Welt mit Information
versorgen". Dasselbe gilt für
die großen Fernsehsender CNN,
BBC, ABC und CBS. Auch die Presse
bekommt ihr Fett ab. Seaman
klagt besonders die europäische
Presse an. "Deren Korrespondenten
berichten Verleumdungen über
Israel, als wären es Fakten.
Die Fahrlässigkeit der Berichterstattung
trägt zu dem Antisemitismus
bei, der sich in Europa ausbreitet.
Diese Leute müßten ein schlechtes
Gewissen haben."
Auf Seamans Abschußliste stehen
namhafte, angesehene Journalisten
aus Europa und Amerika, darunter
auch Lee Hockstader von der
"Washington Post". Der Regierungssprecher
weiß natürlich, wie man mit
solch unangenehmen Typen umgeht.
"Nein", sagt Seaman, "wir nehmen
ihnen den Presseausweis nicht
ab, schließlich sind wir ein
demokratisches Land. Wir boykottieren
sie einfach."
...." mehr>>>
Die Verpflichtungserklärung
deutscher Journalisten in Israel
- "Wussten Sie, dass die deutschen
Journalistlnnen in der Region,
natürlich akkreditiert in Israel,
eine Verpflichtung unterschreiben,
nichts gegen die Interessen
und die Sicherheit Israels zu
schreiben? Ahnen Sie, dass das
einer Selbstverpflichtung zum
Maulkorb gleichkommt? Würden
Sie denken, daß deutsche Journalisten
und Medien derart ‚käuflich'
oder einschüchterbar sind, dass
sie Tatsachen unterschlagen,
zu späten Nachtzeiten senden,
ja alles tun, um die Wahrheit
nicht allzu schrecklich zu übermitteln
und sowieso eher aus israelischen
denn aus palästinensischen Quellen
schöpfen und damit weder dem
Neutralitätsgebot noch dem Informationsgebot
nachkommen? Nicht, weil man
aus dem Faschismus nichts gelernt
hätte, sondern weil man nicht
zulassen will, was nicht sein
darf?
In Palästina ist die Hölle los,
jedes Kind weiß inzwischen,
dass es nur eine Lösung geben
kann: Rückzug der Israelis aus
allen besetzten Gebieten und
zwei Staaten in den Grenzen
von 1947/48, was schon einen
palästinensischen Verzicht auf
2/3 des einst von ihnen belebten
Landes Palästina bedeutet. Und
was tun unsere Medien und unsere
Politiker? Sie fordern seit
einem Jahr Gewaltverzicht von
den Palästinensern zu allererste
von denen also, die vor allem
ihr Recht auf Unabhängigkeit
nach mehr als 50 Jahren einklagen,
sie, die nicht für den deutschen
Massenmord an den europäischen
Juden verantwortlich sind. Sind
Regierung und Medien derart
verstrickt und selbst imperial
gepolt, dass es auch ihnen im
Nahen7Mittleren Osten nur um
die Sicherung des Schmier-Öls
für die europäische/amerikanische
Wohllebens-, Industrie- und
Rüstungsmaschinerie geht - koste
es was es wolle?
Die Palästinenserlnnen fragen
sich heute, wo bleiben die deutschen
Joumalistlnnen, warum kommen
sie zu keiner unserer Pressekonferenzen?
Warum erfahren die Deutschen
am allerwenigsten in ihren normalen
Infortmationsquellen etwas über
die Beweggründe, Hintergründe
der Palästinenser, über die
groß angelegten Menschenrechtsverletzungen
und Genfer Konventionsverletzungen
jetzt und seit 50 Jahren, auch
während des sogenannten Friedensprozesses
bis zur Initfada?...."
mehr >>>
IAK-Studie „NY Times“-Berichterstattung
„verzerrt“
-
Eine in Amerika herausgegebene
Studie, die sich mit
der Berichterstattung
der amerikanischen Tageszeitung
New York Times über
den israelisch-palästinensischen
Konflikt befasst, legt
offen, dass die Times
der Berichterstattung
über israelische Tote
sieben- bis zehnmal
mehr Bedeutung beimisst
als jener über palästinensische
Opfer.
Die Studie mit dem Titel
„Off the Charts“
wurde von der gemeinnützigen
Organisation If
Americans Knew
(falls Amerikaner
wüssten) IKA
durchgeführt,
die sich auf Medienanalysen
spezialisiert hat.
If Americans Knew
wies aus, dass im Jahre
2004, als innerhalb
eines bestimmten Zeitraumes
acht israelische Kinder
und 176 palästinensische
Kinder getötet wurden
– ein Verhältnis von
8 : 22 – Times-Überschriften
und Leitartikel über
die toten israelischen
Kinder 6,8mal mehr als
über die getöteten
palästinensischen Kinder
berichteten.
Eine einmonatige Unterstudie
belegte, dass dieses
Missverhältnis noch
zunimmt, wenn der gesamte
Artikel analysiert wird.
Den erwähnten getöteten
israelischen Kindern
wird (aufgrund von Wiederholungen
der Toten, über die
in den vorausgegangenen
Tagen schon einmal berichtet
wurde) 10mal mehr Bedeutung
als den getöteten palästinensischen
Kindern zugemessen.
Die Berichterstattung
über Tote jeglichen
Alters zeigte eine ähnliche
Verzerrung – obwohl
sie in der Studie eine
weniger dramatische
Schieflage ergab.
mehr >>>>
Der
Bock als Gärtner - Israels Pressefreiheit
gerät in Verruf
- In regelmäßigem
Abstand klagen israelische Regierungsvertreter,
Diplomaten und einfache Leute
über die angeblich schlimme,
ungerechte, voreingenommene
Berichterstattung der ausländischen
Medien. Während der vorangegangenen
Intifada waren viele Autos mit
Aufklebern zu sehen, welche
die "feindselige ausländische
Presse" anprangerten.
Derlei habe ich während der
jetzigen Intifada nicht beobachtet,
an der Einstellung hat sich
jedoch nichts geändert: "Alle
sind gegen uns, alle berichten
nur über das angebliche Leid
der Palästinenser (tatsächlich:
das "angebliche" Leid), sie
interessieren sich einen Dreck
für uns, für unsere Männer,
Frauen und Kinder, die bei palästinensischen
Terroranschlägen getötet oder
verstümmelt werden."
Warum? Das ist doch klar, im
Grunde sind es durchweg Antisemiten,
besser gesagt: Judenhasser.
Wenn man darauf hinweist, daß
die meisten ausländischen Journalisten
in Israel faktisch Juden sind,
dann, so die ausweichende Antwort,
sind es eben typische Fälle
jüdischen Selbsthasses. Diese
Reaktion ist nichts Neues. Sie
geht zurück auf die klassische
Tradition, den Überbringer schlechter
Nachrichten zu töten. Man könnte
auch sagen: Es hilft nichts,
den Spiegel zu zerschlagen,
wenn einem das Bild nicht gefällt,
was man darin erblickt. ..."
mehr >>>
Wieviel freie Meinungsäußerung
verträgt "die einzige Demokratie
im Nahen Osten"?
-
"Auch JournalistInnen müssen
sich mit einer kritischen Berichterstattung
zurückhalten. Nur wenige berichten
beispielsweise über die furchtbaren
Lebensbedingungen der PalästinenserInnen
in den besetzten Gebieten. Von
Dalia Sarig
Israel befindet sich in einem
Spannungsfeld zwischen seinem
Selbstverständnis, "einzige
Demokratie im Nahen Osten" zu
sein, und der Einengung der
Meinungsfreiheit als elementarer
demokratischer Wert. Obwohl
die freie Meinungsäußerung nicht
durch gesetzliche Regelungen
eingeschränkt wird, herrscht
in Israel ein Klima der Intoleranz
und Engstirnigkeit KritikerInnen
aus den eigenen Reihen stehen
immer weniger Freiräume zur
Verfügung, ihre Meinung zu äußern.
Wer mit seiner Kritik den "nationalen
Konsens" in Frage stellt, muß
damit rechnen, unter Beschuss
zu geraten..... mehr
>>>>
Tödliches Versehen"
-
TAZ vom 7.2.2004 - Gegen vier
Uhr morgens kamen die Soldaten,
erinnert sich Mustafa Kuassas.
Sie stürmen das Haus der Familie
Kuassas, im Rafadia-Viertel
in Nablus, der drittgrößten
palästinensischen Stadt im Autonomiegebiet.
Sie befehlen dem 26-jährigen
Abdel Afur, in den Garten zu
kommen, und konfrontieren ihn
dort mit einem kurz zuvor verhafteten
Palästinenser. "Kennst du den
Mann?" - "Nein." Daraufhin schießen
ihm die Soldaten ins Bein. Sie
fragen noch einmal, ob Abdel
Afur den Palästinenser kenne.
"Nein", antwortet er wieder,
und diesmal schießen sie ihm
in die Hüfte. Sein Bruder Mustafa
steht währenddessen am Fenster,
so erzählt er später, und beobachtet
die Szene. Ein Kommandant kommt
zu ihm, ergreift seinen Arm
und zieht ihn aus dem Haus.
"Ich sollte mir ansehen, was
sie mit meinem Bruder machen.
Sie sagten, er hätte Waffen
versteckt." Wieder fragen die
Soldaten Abdel Afur nach dem
Palästinenser. Nach dem dritten
Nein "setzt ihm ein Soldat das
Gewehr unmittelbar an den Mund
und drückt ab". So weit die
Schilderung von Mustafa Kuassas.
Abdel Afur ist der jüngste Fall
von insgesamt 18 Todesopfern
einer israelischen Militäroperation,
die Ende Dezember begann. Die
Aktionen konzentrieren sich
auf die Stadt Nablus, ein Zentrum
palästinensischen Widerstands.
mehr...
Anmerkungen zur DISS-Studie
Aufblähender Abwehrzauber
- Die Studie zum "Antisemitismus"
deutscher Zeitungen - Glaubt
man Teilen der deutschen Medien,
so leben wir in wahrhaft schlimmen
Zeiten: Jeden Tag eskaliert
der neue deutsche Antisemitismusstreit
auf eine höhere Stufe. Erst
musste nur Möllemann als Populist
enttarnt werden, der nicht einmal
vor der Instrumentalisierung
antisemitischer Ressentiments
Halt macht. Dann enthüllte Frank
Schirrmacher letzte Woche in
der "FAZ", dass Martin Walsers
noch unveröffentlichter neuer
Roman eine mit dem Hass-Repertoire
der Antisemiten spielende Mordfantasie
sei. Mit Ausnahme der "Süddeutschen
Zeitung" schickten sofort alle
wichtigen deutschen Zeitungen
ihre Erregungsfeuilletons in
den Überbietungswettbewerb um
die steilste Empörung. Und jetzt
sollen wir auch noch annehmen,
dass die Entrüstung der deutschen
Intelligenzblätter über antisemitische
Umtriebe in deutscher Politik
und Kultur nur raffinierte Tarnung
ist.
Denn am 31. Mai legte das American
Jewish Committee in Berlin die
35 Seiten umfassende Kurzfassung
einer Studie vor, die das "Duisburger
Institut für Sprach- und Sozialforschung"
(DISS) erstellt hat. Die Duisburger
Forscher haben "die Nahost-Berichterstattung
zur Zweiten Intifada in deutschen
Printmedien unter besonderer
Berücksichtigung des Israel-Bildes"
untersucht und herausgefunden,
dass die dabei geprüften Texte
"oftmals dazu geeignet sind,
in deutschen Diskursen vorhandene
antisemitische und rassistische
Vorurteile zu reproduzieren
oder auch erst herzustellen".
mehr...
„Da wird die politische Keule
geschwungen“
-
Die israelische Regierung boykottiert
die BBC (siehe Meldung). Rüdiger
Heimlich sprach mit ZDF-Korrespondent
Alexander von Sobeck über die
Pressefreiheit in Israel.
KÖLNER STADT-ANZEIGER: Herr
von Sobeck, ist dieses Boykott
eine Ausnahme oder üblich?
ALEXANDER VON SOBECK: Es hat
schon mehrere Fälle gegeben,
aber keiner war so eklatant
wie dieser. Es geht ja noch
weiter. BBC World wurde aus
dem israelischen Kabel genommen.
Wir haben in den vergangenen
zwei Jahren öfter Behinderungen
erfahren: Für unsere palästinensischen
Mitarbeiter werden keine Presseausweise
ausgestellt, ausländischen Kameraleuten
wurden Arbeitsgenehmigungen
verweigert, bei der Ein- und
Ausreise wird deutlich gemacht,
dass man hier keine beliebte
Person ist.
mehr...
Israel wirft BBC Antisemitismus
vor
- Die israelische Regierung
bezichtigt die BBC des Antisemitismus.
Anlass für die Vorwürfe gegen
den britischen Sender ist ein
Bericht, wonach Israel über
ein stattliches Atomwaffenarsenal
und über biologische und chemische
Kampfstoffe verfügen soll. Außerdem
habe die Armee ein unbekanntes
Gas gegen Palästinenser eingesetzt.
mehr...
Wer freut
sich hier worüber?
-
Das israelische Verteidigungsministerium
habe sein eigenes Fernsehteam
nach Ost-Jerusalem geschickt,
um gestellte Szenen für Propagandazwecke
zu filmen. Sie wurden dann weltweit
gesendet. Laut Angaben des Besitzers
eines Süßigkeitsladens habe
ihm das israelische Fernsehteam
200 Schekel gegeben, um Süßigkeiten
an Kinder zu verteilen. Der
jubelnden Frau wurde ein Kuchen
versprochen, so gab sie im nachhinein
zu. Sie habe nicht gewusst,
warum sie jubeln sollte; sie
schäme sich jetzt dafür, nachdem
sie es erfahren habe. Ob auf
die Frau von palästinensischer
Seite Druck ausgeübt wurde,
kann nicht verifiziert werden.
Der Publizist Meron Benvenisti,
ehemaliger Vize-Bürgermeister
von Jerusalem, schrieb am 13.
September in der Tageszeitung
Haaretz: "Ein Team des Büros
des Sprechers des israelischen
Verteidigungsministeriums wurde
ausgesandt, um eine Jubelszene
zu filmen. Süßigkeiten wurden
in Ost-Jerusalem zum Zwecke
der Öffentlichkeitsarbeit verteilt."
Es wurde suggeriert, als repräsentiere
die handvoll palästinensischer
Kinder die ganze palästinensische
Nation.
Die Medien in Israel, den USA
und Europa waren umgehend bereit,
den Palästinensern eine Mitschuld
an dem Verbrechen zu geben.
Sie fragten, wie denn die Palästinenser
auf diesen Vorfall reagieren
würden, wogegen in Kairo, Tanger
oder Beirut keine Fernsehteams
auf der Suche nach Reaktionen
ausschwärmten. Die palästinensische
Führung verurteilte die Tat
einhellig und eindeutig. Von
jeder anderen Staatsführung
hätte man dies akzeptiert, aber
von den Palästinensern verlangt
man diese Entschuldigung immer
und immer wieder.
mehr...
Bei der Arbeit angeschossen
-
Journalisten in Konfliktzonen
habens eben schwer: So lapidar
entschuldigt die israelische
Armee den mangelnden Willen
zur Aufklärung von Gewalt gegen
die Presse. Und palästinensische
Journalisten dürfen bald gar
nicht mehr nach Israel einreisen.
mehr...
"Wenn Journalisten sich weigern,
die Wahrheit über Israel zu
sagen"
-
Was wäre wohl gewesen, wenn
wir das Apartheid-System in
Südafrika gegen die schwarze
Mehrheitsbevölkerung unterstützt
hätten? Was, wenn wir die weiße
südafrikanische Führung als
"hard-line-Krieger" anstatt
als Rassisten bezeichnet hätten?
Was, wenn wir die Erschießung
von 56 schwarzen Demonstranten
in Sharpeville als einen zu
"verstehenden Ausfall der südafrikanischen
Sicherheitskräfte" erklärt hätten?
Was, wenn wir geschrieben hätten,
daß die schwarzen Kinder, die
von der Polizei erschossen wurden,
in Wirklichkeit von ihren Eltern
für die Sache geopfert worden
waren? Was, wenn wir die "terroristische
ANC Führung" dazu aufgerufen
hätten, ihre "Leute zu kontrollieren"?
mehr...
Israel gewinnt den Krieg
der Wörter
-
Aus dem "Guardian" vom 9.4.2001
-
Eine allseits bekannte Meldung:
Palästinenser warfen in der
Nacht drei Bomben auf die Eile
Sinai Siedlung im Gazastreigen.
Israelische Truppen reagierten
mit Panzern und zerstörten einen
palästinensischen Grenzposten.
Diese Meldung, die von der BBC
stammte, ist typisch für die
Berichterstattung über den Nahostkonflikt.
Es sind die Palästinenser, die
angreifen, und die Israelis,
die drauf reagieren.
mehr...
Übergriffe auf Journalisten
durch die IDF und jüdische Siedler
- Aus einem Bericht des Kommitees
zum Schutz von Journalisten
(CPJ)
- Der Ausbruch der Gewalt in
den besetzten Gebieten letztes
Jahr hat auch nicht die Journalisten
ausgespart, und der West Bank
und dem Gazastreifen den Ruf
eingebracht, zu den gefährlichsten
Plätzen der Welt für Journalisten
zu gehören. Die Ursachen daafür
liegen in dem Verhalten der
IDF, israelischer Sicherheitskräfte
und militanter jüdischer Siedler.
mehr...
Bilder, Berichte, Betroffenheit
- Die Medien und die Katastrophe
(11. September)
- Bei genauer Betrachtung des
vollständigen, nicht gesendeten
Bildmaterials fällt auf, dass
es auf der Straße drumherum
ruhig ist. Nur vor der Kamera
eine Gruppe aufgekratzter Kinder.
Die Frau, die mit ihrem Freudentaumel
in Erinnerung bleibt, geht kurz
darauf ungerührt weiter. Auffällig
ein Mann in einem weißen T-Shirt.
Er stachelt die Kinder an, und
er holt immer wieder neue Leute
ran. Die Frau, die gerade gegangen
ist, sagt heute, man habe ihr
Kuchen versprochen, wenn sie
sich vor der Kamera freut. Sie
selbst sei entsetzt gewesen,
als sie die Bilder im Fernsehen
sah. Niemals habe sie sich über
den Anschlag auf die USA gefreut.
mehr...
Wird Großbritannien antisemitisch?
- Ariel Sharons Gang über den
Haram al-Sharif in Jerusalem
und der blutige Konflikt, der
darauf folgte, haben weltweit
hohe Wellen geschlagen. Verschwörungstheorien
und wechselseitige Beschuldigungen
der Voreingenommenheit haben
die Beziehungen zwischen Journalisten
und Eigentümern einiger der
einflussreichsten Zeitungen
in Großbritannien ernsthaft
beschädigt. Berichte und Kommentare
über den angeblichen Aufstieg
eines neuen Antisemitismus waren
dementsprechend in beinahe jeder
britischen Zeitung zu finden.
Bekannte Journalisten und Kolumnisten
haben sich über eine Meinungsmache
zugunsten Israels durch Zensur
und Schikanen von Herausgeberseite
beschwert. William Dalrymple,
A. N. Wilson und Piers Paul
Read schrieben einen Brief an
den "Spectator", in dem sie
sich darüber beklagten, dass
unter Conrad Blacks Ägide eine
seriöse kritische Berichterstattung
über Israel innerhalb der Telegraph
Media Group nicht mehr geduldet
werde. Deborah Orr vom "Independent"
beschwerte sich, sie sei es
leid, als antisemitisch bezeichnet
zu werden, nur weil sie es wage,
Israel zu kritisieren. Sam Kiley,
ein Auslandskorrespondent, verließ
die "Times", weil er die Anweisung
erhalten hatte, in einem Artikel
über israelische Soldaten, die
den 12jährigen Mohammed al-Durrah
erschossen hatten, als er Schutz
in den Armen seines Vaters suchte,
"das tote Kind" nicht zu erwähnen.
Gewiss: Die Genannten, durchweg
bekannte und erfolgreiche Journalisten,
haben sich zur Wehr gesetzt
und behauptet. Aber nicht alle
genießen den Schutz eines berühmten
Namens, was zur Folge hat, dass
in einem großen Teil der britischen
Medien die Berichterstattung
stark tendenziös zugunsten Israels
ist, sei es aus Überzeugung
oder aus Furcht.
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Mit Panzern gegen die Presse
- Der Krieg im Nahen Osten ist
auch ein Krieg der Bilder
-
Jüngstes
Beispiel: Israel. Dort geht
die Armee als Reaktion auf den
Terror der Selbstmordattentäter
mit großer Härte gegen die bewaffneten
Palästinenser vor. Immer wieder
kommt es dabei aber zu Übergriffen
auf die Zivilbevölkerung - und
auch gegen Journalisten, die
davon Zeugen werden. Seit Beginn
der zweiten Intifada im September
2000 sollen nach Angaben der
Organisation "Reporter ohne
Grenzen" mindestens 57 Journalisten
in den von Israel besetzten
Gebieten verletzt worden sein.
Vielleicht sogar mit Absicht.
Der Generalsekretär der Organisation
Robert Menard glaubt, dass sich
die israelische Armee Journalisten
als Ziele sucht, "um sie einzuschüchtern".
Viele Reporter würden als Feinde
behandelt. Außerdem unternehme
die Armee alles, um ihre Militäroperationen
zu verbergen. "Die Lage für
die Pressefreiheit hat sich
so verschlechtert wie niemals
zuvor in der israelischen Geschichte",
sagt er. Das erste Todesopfer
hat die Militär-Offensive bereits
gefordert: Im März starb der
italienische Fotograf Raffaele
Ciriello im Kugelhagel eines
israelischen Maschinengewehrs.
mehr...
Israel sieht sich als bedrohtes
Opfer
-
Sieben Monate Intifada haben
die palästinensische Bevölkerung
traumatisiert. In einer Bilanz
wird auch beklagt, dass die
israelische Öffentlichkeit irreführend
informiert wird. Bislang sind
78 Israelis und 460 Palästinenser
getötet worden
"Die israelische Öffentlichkeit
wird durch beständige offizielle
Falschdarstellung von Tatsachen
durch Politiker und Militärs
in die Irre geführt." Das ist
das palästinensische Resümee
von sieben Monaten Intifada,
die auf israelischer Seite -
bei 78 Toten und 868 Verletzten
- zu einer Verhärtung der öffentlichen
Meinung geführt haben.
mehr...
Palästinenser ohne Medien -
Peter Schäfer
Geschichtsverdrehungen
- Die Microsoft Encarta sieht
die Geschichte Palästinas aus
einer einseitigen Perspektive.
Aufbruch zum eigenen Fernsehen:
Eine Reise durch die palästinensische Fernsehlandschaft
Den Medien in Deutschland wird
oft vorgeworfen, zu einseitig
und zu klischeehaft über islamische
Themen zu berichten. Deutsche
Medienvertreter wehren sich
allerdings gegen Pauschalvorwürfe.
Vedat Acikgöz berichtet
Medien Kritik - auf der Seite
von Anis Hamadeh.
Die deutsche Presse in der Kuschel-Ecke
Siehe auch die Sonderseite Propaganda
Information:
Das Web ist eine "riesige
Informationsquelle" -
Das Pentagon will eine Suchmaschine
für wichtige und aktuelle Informationen
in Blogs entwickeln und bezeichnet
dies als "Informationsradar,
um das Informationsschlachtfeld
besser zu verstehen" - Florian
Rötzer
Amira Hass ist die einzige jüdisch-israelische
Journalistin, die in Palästina
lebt.
Zum darüber Nachdenken...........
Zusammen
mit dem Ausseministerium
Israels bietet der
Ambassador-Kurs
einzigartige Instruktionen
für:
wie
wird man ein selbstbewusster
Sprecher für Israel
bei jeder offiziellen
oder inoffiziellen
Diskussion
Teilnehmer
lernen über die
Tatsachen des Konfliktes,
entwickeln Werkzeuge
um die palästinensische
Propaganda zu verstehen
/ Medienvorurteile,
und erlernen die
Möglichkeiten mit
denen man für Israel
sprechen kann...."
Quelle
Link:
http://www.jacontact.org/courses/is-am/
Israel erwägt zweiten Boykott
gegen BBC
11.8.2006
Durch
den Reifen springen - "EMBEDDED"
- Korrespondenten dürfen
nur unter Auflagen aus d en
von Israel besetzten Gebieten
berichten - wenn überhaupt
- Jonathan Cook
»Der mediale Kampf um die Opferhaltung.«
-
von Karin Wenger erschienen
bei "inamo" - [pdf]
MEDIENBETREUUNG IN ISRAEL
- All-inclusive-Paket für Kriegsberichterstatter
- Aus Israel berichtet Matthias
Gebauer - Propaganda gehört
zu einem Krieg wie Bomben und
Soldaten. Wie professionell
Israel ausländische Journalisten
umsorgt, ist trotzdem beachtlich.
Viele lassen sich auf die umfassend
betreute Berichterstattung ein.
Handys im Libanon- Psychokrieg
per Telefon
Das Schweigen Europas - Ein
Plädoyer im Interesse Israels
-
Judith Bernstein
IAK-Studie „NY Times“-Berichterstattung
„verzerrt“
Telearbeit an der israelischen
Mauer
Israel und Palästina in den
Medien der USA und Europas Wann
werden Palästinenser gleichberechtigt
sein?
-
von Kathleen Christison,
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